Die Energieeinsparverordnung der Bundesregierung hat im Profisport für Verwirrung gesorgt. Nachdem die Handballer am Mittwochabend „geschockt“ über eingeschränkte Werbemöglichkeiten geäußert hatten, gab es am Donnerstag vorsichtige Entwarnung durch die Initiative Profisport Deutschland (IPD). „LED-Banden in Veranstaltungsstätten wie Hallen und Stadien sind nicht von der Nutzungseinschränkung für beleuchtete Werbeanlagen erfasst“, hieß es in einer Mitteilung. Eine Bestätigung aus der Politik gab es dafür zunächst nicht.

Unter Paragraf 11 der am Donnerstag in Kraft getretenen Verordnung heißt es: „Der Betrieb beleuchteter oder lichtemittierender Werbeanlagen ist von 22 Uhr bis 16 Uhr des Folgetages untersagt.“ Einzige Ausnahme: Wenn das Licht für die Verkehrssicherheit oder zur Abwehr von Gefahren erforderlich ist, darf es anbleiben, was auf den Sport nicht zutrifft.

Die IPD geht dennoch davon aus, dass die Verordnung keine Auswirkungen auf die Ligen hat. Der Zusammenschluss von Fußballern, Basketballern, Eishockey-Liga und Handball-Bundesliga verwies darauf, dass der Begriff „Werbeanlage“ in den Länder-Bauordnungen als Anlagen der Außenwerbung definiert sei. LED-Banden fielen nicht unter diese Definition. dpa