Köln / sid Kurz vor dem Saisonstart legt sich der 35 Jahre alte Weltmeister mit dem ehemaligen Formel-1-Boss an.

Die unmissverständliche Botschaft an Sebastian Vettel und Co. sandte Lewis Hamilton wenige Tage vor dem ersten Start. „Ich bin bereit“, lautete die Ansage des sechsmaligen Champions in den Sozialen Medien. Bereit für den Angriff auf die Rekordmarke von Michael Schumacher, bereit für das in Österreich voller Ungewissheiten startende Titelrennen. Dabei hatte Hamilton zuletzt abseits der Strecke für Schlagzeilen gesorgt – als Vorkämpfer gegen Rassismus. Genau das bekam nun auch der langjährige Formel-1-Patron Bernie Ecclestone zu spüren. Als „ignorant und ungebildet“ verurteilte der Mercedes-Pilot die jüngsten völlig verqueren Aussagen des 89-Jährigen, Ecclestone verstehe zu wenig von den tief verwurzelten Problemen, mit denen Schwarze Menschen umzugehen hätten.

Ecclestone, der die Königsklasse über Jahrzehnte als Alleinherrscher regierte, hatte Hamilton mit kruden Behauptungen auf den Plan gerufen. In vielen Fällen seien Schwarze rassistischer als Weiße, behauptete der Brite im CNN-Interview. Hamilton dürfte das gänzlich anders sehen. Und wenngleich er den Kampf gegen Ungerechtigkeiten weiter führen wird, soll der Fokus wieder auf dem verspäteten Auftakt am kommenden Wochenende vor leeren Rängen in Spielberg liegen. Schließlich winkt in dieser Saison, die aufgrund der Coronakrise nur unter strengen Sicherheitsauflagen stattfinden kann und bislang nicht mal zu Ende geplant wurde, die Bestmarke von sieben WM-Titeln.

Nach dem enttäuschenden Jahr 2019 dürfte aber auch Vettel als ernstzunehmender Widersacher in seiner letzten Saison im Ferrari noch einmal angreifen wollen. Für Hamilton hatte der Heppenheimer wiederum eine indirekte Botschaft parat, wenn auch verhaltener: „Ich habe meine Zeit gut genutzt.“ sid