Thomas Müller setzte sein Urlaubs-Lächeln auf, als er nach dem Corona-Test wieder von der Säbener Straße wegfuhr. Mit einer ersten medizinischen Kontrolle und einer virtuellen Einheit vor den Bildschirmen hat Triple-Champion FC Bayern am Dienstag sein Training für die neue Saison aufgenommen. Wie bereits bei der Vorbereitung auf den Champions-League-Triumph erprobt, ließ Coach Hansi Flick seine Schützlinge in den jeweils eigenen vier Wänden schwitzen. Am Freitag wollen die Münchner erstmals zusammen auf den Platz.

Dann könnte aber bereits ein erster Verletzungsausfall die gute Laune trüben. Neuzugang Tanguy Nianzou hat sich am Oberschenkel verletzt und fällt vorerst aus. Wie die Bayern mitteilten, zog sich der 18-Jährige, der von Paris St. Germain kam, die Blessur bei der französischen U-20-Nationalmannschaft zu. Er werde „bis auf Weiteres“ fehlen, hieß es.

Weil das Erstrunden-Match der Münchner im DFB-Pokal gegen Düren auf Mitte Oktober verlegt wurde, müssen die Flick-
Schützlinge beim Bundesliga-Start am Freitag nächster Woche (20.30 Uhr/ARD/DAZN) gegen den FC Schalke 04 erstmals ran. Sechs Tage danach geht es gegen FC Sevilla um den europäischen Supercup. Das Stadion in Budapest darf am 24. September zu knapp einem Drittel gefüllt werden. Uefa-Präsident Aleksander Ceferin sieht darin einen „Pilottest“. 3000 Tickets stehen für Bayern-Fans zur Verfügung.

Wer in der ungarischen Hauptstadt das Bayern-Trikot überstreift, ist teilweise noch offen. Ob etwa Spielmacher Thiago den Verein bis dahin verlassen hat, ist ebenso unklar wie der Abgang von Routinier Javi Martínez oder auch die feste Verpflichtung von Ivan Perisic. dpa