Der herausragende Torhüter Manuel Neuer und Kingsley Coman mit seinem Tor zum 1:1 (0:1) gegen Werder Bremen haben die erste Heimniederlage des FC Bayern verhindert. Doch der verpasste Sieg gegen den Lieblingsgegner ließ erahnen, dass es eine anstrengende Adventszeit werden könnte.

„Aber wir lassen uns nicht einreden, dass es jetzt zu viel des Guten ist“, stellte Trainer Hansi Flick klar. Als Ausrede will der Trainer die Terminhatz, die am Mittwoch mit dem Champions-­League-Heimspiel gegen RB Salzburg weiter geht, nicht gelten lassen. Wie auch nicht die Ausfallliste, die durch die Verletzung von Lucas Hernández am Samstag noch länger wurde. „Wir haben noch genügend Spieler an Bord“, sagte Flick.

Gegen die mutig und diszipliniert agierenden Bremer fehlte es mitunter an Kreativität, dazu kamen Fehler in der Defensive. Neuer musste öfter eingreifen, als ihm lieb war. Mit starken Paraden hielt der nach dem 0:6-Debakel der Nationalelf so angefressene Kapitän wenigstens einen Punkt in München. „Er ist der beste Torhüter in Deutschland und auf der Welt, den es vielleicht je gegeben hat“, staunte Werder-Coach Florian Kohfeldt. Mit dem fünften 1:1 am Stück stellten die Hanseaten einen Rekord ein.

Die Zahl der mühsamen Auftritte nimmt zu. „Es ist ja grundsätzlich nicht schlecht, das war das erste Unentschieden, dazu haben wir eine Niederlage. Wir müssen an uns glauben, uns vertrauen“, sagte Neuer. Er war der einzige deutsche Nationalspieler, der ran durfte. Leon Goretzka kam nach 19 Minuten für Hernández, der nach einem Luftduell auf den Boden krachte und nicht mehr auftreten konnte. Leroy Sané und Serge Gnabry mühten sich in der Schlussphase vergeblich um den Siegtreffer im 109. Nord-Süd-Duell. Niklas Süle blieb wegen Trainingsrückstands ganz draußen. dpa