Ausrufezeichen auf dem Rasen, aber Ausschreitungen auf den Rängen: Die deutlich verbesserten Europa-League-Sieger von Eintracht Frankfurt haben im Hexenkessel Stade Velodrome einen kühlen Kopf bewahrt und sich in der Königsklasse zurückgemeldet. Das Team von Trainer Oliver Glasner sicherte sich nach der verpatzten Premiere durch das 1:0 (1:0) bei Olympique Marseille den ersten Champions-League-Dreier der Vereinsgeschichte. Die Frankfurter hielten dem Druck im Duell der Verlierer des ersten Spieltags nach der Auftaktpleite gegen Sporting Lissabon (0:3) stand und dürfen dank Jesper Lindström (43.) auf ihrer Traumreise weiter aufs Achtelfinale der Königsklasse hoffen.

Beide Fanlager schossen Pyrotechnik und zündeten Böller – auch während des Spiels. Vor ohrenbetäubend lauter Kulisse erwischte Frankfurt einen guten Start und zeigte sich deutlich griffiger im Vergleich zum enttäuschenden Auftritt gegen Wolfsburg (0:1) in der Liga.

 Im zweiten Durchgang verdiente sich die SGE die Führung. Lindströms Kracher aus spitzem Winkel streifte die Latte (54.). Dann tauchte Ansgar Knauff (57.) halblinks völlig frei im Strafraum auf, sein Querpass in aussichtsreicher Position war dann aber zu ungenau. Die Franzosen riskierten in der umkämpften Schlussphase zwar mehr. Kolo Muani (75.) verpasste aber frei die Entscheidung für Frankfurt, Daichi Kamada stand beim zweiten Treffer dazu im Abseits (79.). sid