Nach seiner Freistellung bei Borussia Dortmund wird sich auch der DHB mit der Personalie André Fuhr befassen. „Der Deutsche Handballbund wird in Anbetracht der neuen Entwicklungen in den kommenden Tagen über das weitere Vorgehen entscheiden“, teilte der Verband am Dienstag mit. Weitere Stellungnahmen werde es mit Blick auf die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten „vorerst nicht geben“, hieß es weiter.

Fuhr ist seit 2019 auf Honorarbasis Trainer der U19/20-Nationalmannschaft. Der nächste Lehrgang der Juniorinnen findet am 24. Oktober statt, dennoch wird es wohl eine zeitnahe Entscheidung geben, ob Fuhr für den DHB weitermachen darf oder nicht.

Am Montag hatte Bundesligist Dortmund Konsequenzen aus den Geschehnissen um die Kündigungen von Mia Zschocke und Amelie Berger gezogen und Trainer Fuhr (51) freigestellt. Die Entscheidung sei laut BVB jedoch „ausdrücklich nicht mit einer Vorverurteilung verbunden“.

Zschocke und Berger hatten vor wenigen Wochen fristlos gekündigt. Gründe wurden bislang nicht öffentlich, doch es stehen Missbrauchs- oder Mobbingvorwürfe im Raum. Im Zusammenhang mit dieser Kündigung hatte es ein Krisentreffen gegeben, an denen auch Vertreter der Anlaufstelle bei Gewalt und Missbrauch im Spitzensport teilgenommen hatten. Außerdem hat der Champions-League-Teilnehmer Storhamar Handball Elite mitgeteilt, dass Zschocke künftig für den norwegischen Klub spielt. dpa