Im Deutsche Ruderverband (DRV) wächst der WM-Frust. Alle am Donnerstag gestarteten Teams fuhren der Konkurrenz in den Halbfinals der Titelkämpfe von Racice weit hinterher. Cheftrainerin Brigitte Bielig warb um Nachsicht: „Wir befinden uns in einem Jahr des Neubeginns und des Übergangs. Von daher haben wir keine Wunder erwartet.“

Auch dem Achter werden kaum Chancen eingeräumt. Die größten Hoffnungen liegen auf Oliver Zeidler und Alexandra Föster im Einer. Stechen auch diese Trümpfe nicht, dürfte sich die Debatte um nötige Reformen zwischen der Verbandsspitze und Athleten noch verstärken. Eine erste Reaktion auf immer deutlichere Kritik der Sportler am Verband: Am Donnerstag wurde der erst kürzlich einberufenen Expertenrat wieder aufgelöst.

Man sei zu dem Entschluss gekommen, dass der interne Expertenrat in dieser Form „kein optimales Instrument ist“, sagte der DRV-Vorsitzende Moritz Petri. Stattdessen soll eine externe Beratungsagentur mit der Analyse betraut werden. dpa