Nürnberg / sid 2:0 gegen Ingolstadt: Fabian Nürnbergers Doppelpack lässt den 1. FC Nürnberg an Klassenerhalt glauben.

Dank Fabian Nürnberger darf der 1. FC Nürnberg nach einer bislang verkorksten Saison auf ein Happy End hoffen. Ein Jahr nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga gewann der Club das Relegations-Hinspiel gegen den FC Ingolstadt nach zwei Treffern des Mittelfeldspielers (22., 45.) mit 2:0 und hat nun eine gute Ausgangsposition, den Absturz in die 3. Liga zu verhindern.Das Rückspiel findet am Samstag (18.15 Uhr/u. a. ZDF) statt.

Unter dem Retter-Duo Michael Wiesinger und Marek Mintal wirkte der Club im Vergleich zu den letzten Spielen mit dem geschassten Trainer Jens Keller wie verwandelt. Die Franken können sich höchstens vorwerfen, aus der teils drückenden Überlegenheit vor allem in der ersten Halbzeit und vielen Chancen nicht noch mehr gemacht zu haben – Mikael Ishak (4.) und Nürnberger (66.) trafen noch Latte und Pfosten.

Die starke Leistung sollte dem Club Mut machen für das Rückspiel bei den heimstarken Ingolstädtern, die im Max-Morlock-Stadion kaum gefährlich wurden und in der Abwehr bisweilen überfordert waren.

Wiesinger und Mintal hatten eine gute Woche lang versucht, ihrer Mannschaft neues Leben einzuhauchen. „Der Spirit ist zurück. Die Brust ist breiter geworden“, betonte Wiesinger. Tatsächlich agierte der Club höchst energisch und wirkte frischer als die Schanzer, die erst am Samstag ihr letztes Drittliga-Spiel bestritten.

Nach einer Viertelstunde war die beste Abwehr der 3. Liga dann überwunden – für den 20-jährigen Nürnberger, im März als erster FCN-Profi positiv auf das Corionavirus getestet, war es das erste Saisontor. Das zweite kurz vor der Pause erzielte er zu einem idealen Zeitpunkt: Ingolstadt war gerade ein wenig aufgekommen.

Nürnberg gelang nicht alles. Doch die Leidenschaft, die zweite Bundesliga zu halten, war immer zu spüren.  sid