Für Borussia Dortmund wäre es der Albtraum, für RB Leipzig ist es das Ziel: ein mögliches Überwintern in der Europa League. DFB-Pokalsieger BVB möchte mit einem Sieg bei Sporting Lissabon das Achtelfinal-Ticket in der Champions League lösen, für den schwächelnden Vizemeister Leipzig geht es beim FC Brügge am Mittwoch (beide 21 Uhr/DAZN) nur noch um Schadensbegrenzung – Trainer Marsch und Torhüter Gulacsi fehlen allerdings überraschend wegen Corona.

„Es ist eine große Herausforderung. Wir sollten es anpacken und gewinnen. Dann ist das Thema durch“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Im Estadio Jose Alvalade kann für die Elf von Trainer Marco Rose alles passieren. Bei einem Sieg ist der Einzug in die K.o.-Runde sicher, bei einem Unentschieden hielten die Dortmunder vor dem letzten Gruppenspiel gegen Besiktas Istanbul alle Trümpfe in der Hand. Bei einer Niederlage mit einem Tor bliebe noch ein Fünkchen Hoffnung, eine Pleite mit mindestens zwei Toren Unterschied würde das Aus in der lukrativen Königsklasse bedeuten.

 Trainer Rose hat allerdings einige Personalsorgen. Abwehrchef Mats Hummels ist rotgesperrt, Torjäger Erling Haaland fehlt aufgrund seiner Verletzung am Hüftbeuger weiterhin. Die Probleme in der Offensive werden durch Thorgan Hazard (Corona), Giovanni Reyna (Aufbautraining) und Youssoufa Moukoko (Augenentzündung) vergrößert.

RB Leipzig: Corona-Schock

Covid-19-Schreck kurz vor dem Abflug zudem bei RB Leipzig: Wenige Stunden vor der Abreise zum Europa-Endspiel beim FC Brügge haben die positiven Tests von Trainer Jesse Marsch und Kapitän Peter Gulacsi für Aufregung bei Leipzig gesorgt. RB muss ausgerechnet beim vorentscheidenden Spiel in Belgien auf Taktgeber Marsch und seinen Stammtorwart verzichten. Das teilte der Klub nach dem Abschlusstraining am Dienstagabend mit. Marsch befindet sich bereits in häuslicher Isolation, bei Gulacsi stand nach einem positiven Schnelltest die Bestätigung durch einen PCR-Test noch aus. sid/dpa