Emanuel Buchmann, der Tour-de-France-Vierte von 2019, fühlt sich „bereit“ für den am Samstag beginnenden Giro d‘Italia (13.50 Uhr/Eurosport) und geht mit großen Erwartungen in die dreiwöchige Rundfahrt. „Das Ziel ist das Podium. Die Konkurrenz ist stark. Es wird es schwer, dieses Ziel zu erreichen, aber ich denke, es ist möglich“, sagte der Radprofi aus Ravensburg.

Buchmann war Vierter bei der Tour vor zwei Jahren. 2020 war er nach einem schweren Sturz angeschlagen und nicht über Rang 38 hinausgekommen. Das Ziel, bei der Tour auf dem Podest zu stehen, hat er noch nicht aufgegeben. Dieses Jahr mache es aber wenig Sinn. „Als ich die Strecke zum ersten mal gesehen habe, war ich schon sehr enttäuscht. Die Tour ist mein Lieblingsrennen, das ist und bleibt so. Aber nachdem die Entscheidung Richtung Giro gefallen ist, galt mein ganzer Fokus nur mehr diesem Ziel“, sagte Buchmann. Wegen des schwierigeren Profils kommt ihm der Giro entgegen. Im Juli will der Fahrer vom Team Bora-hansgrohe dann zu Olympia.

Nachdem die derzeit besten Rundfahrer – die Slowenen Tadej Pogacar und Primoz Roglic – beim Giro nicht am Start sind, ist der größte Name im Feld Egan Bernal. Doch Kolumbianer fährt schon längst nicht mehr in der Form seines Tour-Sieges 2019. So zählen Italiens Volksheld Vincenzo Nibali, der Spanier Mikel Landa, der Brite Simon Yates und die Quick-Step-Doppelspitze Remco Evenepoel (Belgien) und Joao Almeida (Portugal) zu den Favoriten. dpa/sid