Antholz/Ulm / Manuela Harant Die Verfolgungsweltmeisterin soll in der Mixed-Staffel für einen guten Auftakt sorgen.

Denise Herrmann. Immer wieder Denise Herrmann. Die ehemalige Langläuferin ist die einzige Biathletin im deutschen Team, die realistische Chancen auf eine Einzelmedaille hat. Alle anderen Frauen des Deutschen Ski-Verbandes starten lediglich mit Außenseiterchancen in die Welttitelkämpfe in Antholz. Damit die WM 2020 dennoch so erfolgreich wie möglich läuft, wird die beste deutsche Biathletin an allen Fronten kämpfen und schon gleich zum Auftakt in der Mixed-Staffel am Donnerstag (14.45 Uhr/ZDF und Eurosport) an den Start gehen. In den vergangenen Jahren hatten Topleute wie Laura Dahlmeier diese noch recht junge Teildisziplin gerne ausgelassen.

Doch solchen Luxus, eine mögliche Medaille durch eine zweitklassige Besetzung zu verspielen, kann oder will sich der Deutsche Ski-Verband (DSV) aktuell nicht leisten. „Ein positiver Einstieg wäre wünschenswert, damit das ganze Team davon zehren kann“, sagte die 31-Jährige, die daneben natürlich auch bei der Damen-Staffel sowie bei allen Einzelrennen gesetzt ist. Einzig bei der nicht-olympischen Single-Mixed-Staffel könnte es sein, dass die Thüringerin mal eine Verschnaufpause bekommt. Das wird vor allem von der Medaillenbilanz abhängen.

Das erklärte Ziel von Bundestrainer Mark Kirchner sind fünf bis sechsmal Edelmetall für das gesamte DSV-Team, einen Großteil davon kann Denise Herrmann dazu beitragen. Denn die frühere Langläuferin ist in jedem Rennen eine Podestkandidatin – wenn sie beim Schießen nicht wackelt: „Bei mir ist der Schießstand noch Dreh- und Angelpunkt“, sagt Hermann, „körperlich bin ich gut in Schuss.“ Die Verfolgungsweltmeisterin muss für die Titelverteidigung „nur“ noch die Nerven bewahren. Manuela Harant