Berlin / sid  Guter Sport, aber dennoch blieben auch am zweiten Tag im Steffi-Graf-Stadion viele Sitze leer.

Barbara Rittner gratulierte der ukrainischen Weltranglistenfünften Jelena Switolina (7:6 und 6:3 gegen Anastasija Sevastova) zum Einzug ins Finale, dann versuchte sich die Turnierdirektorin an einer Erklärung für den dürftigen Besuch. Auch am zweiten Tag des Berliner Tennisturniers blieben viele Plätze im Steffi-Graf-Stadion frei, obwohl mehrere Top-Ten-Spieler auf dem Platz standen. „Ich glaube, dass viele einfach noch vorsichtig sind. Dann sind die Ticketpreise auch knackig, da brauchen wir nicht drüber zu reden“, meinte Rittner. Karten für das erste Turnier mit internationalen Topspielern nach der Coronapause in Deutschland kosten zwischen 120 und 150 Euro.

 „Ich sehe das positiv, dass wir überhaupt wieder spielen können. Jetzt darauf rumzureiten, dass 200 Besucher zu wenig da sind, finde ich schade“, sagte Rittner. Auch die Spieler sahen das so. „Es ist schön, wenn man wieder etwas Unterstützung von den Rängen hat, wenn es im Spiel mal nicht so läuft“, sagte Matteo Berrettini nach seinem Finaleinzug. Der 24 Jahre alte Italiener, Nummer acht der Weltrangliste, hatte sich durch ein 4:6, 6:3 und 10:6 gegen den Spanier Roberto Bautista Agut (ATP-12.) ins Finale gekämpft. Dort trifft er am Mittwoch auf Favorit Dominic Thiem (ATP-3). Der Österreicher hatte beim 6:2 und 7:6 gegen Jannik Sinner (Italien) einige Mühe. sid