Werder Bremen will auch nach der Rückkehr in die Bundesliga offensiven Fußball spielen. „Wir sind Aufsteiger. Trotzdem soll es so sein, dass wir viel bei unserem Fußball aus der vergangenen Saison bleiben“, sagte Bremens Trainer Ole Werner am Mittwoch beim Trainingsauftakt der Grün-Weißen. „Auch wenn wir auf stärkere Gegner treffen, wollen wir versuchen, mutig zu sein“, betonte er vor seiner Premiere im Oberhaus.

„Eine neue Liga hat immer etwas Besonderes. Ich freue mich, mit Werder diese Herausforderung anzugehen. Jetzt wollen wir aber nicht nur dabei sein, sondern auch zeigen, dass wir mithalten und erfolgreich sein können“, sagte der 34-Jährige. Dafür soll die Mannschaft noch auf einigen Positionen verstärkt werden. Bislang haben die Bremer drei neue Spieler geholt: Amos Pieper (Arminia Bielefeld), Niklas Stark (Hertha BSC) und Dikeni Salifou (U19 FC Augsburg). „Ich bin froh, dass sie da sind. Aber es ist auch klar, dass noch was passieren wird“, sagte Werner. Werder sucht noch nach Personal für Außenbahnen, zentrales Mittelfeld und Offensive. Werner bleibt gelassen: „Das Transferfenster ist aber ja noch eine Weile geöffnet.“

Schalke 04 ist mit seinem neuen Coach Frank Kramer, 50, in die Vorbereitung gestartet. Vor rund 1000 Zuschauern trainierte er am Mittwoch bei hochsommerlichen Temperaturen mit 16 Feldspielern und vier Torhütern erstmals auf dem Platz. Im alten Parkstadion waren fünf der acht neuen Spieler dabei, darunter auch der gerade vom VfL Bochum gekommene Sebastian Polter.

„Ich bin mit 31 im besten Fußballer-Alter, natürlich bin ich heiß“, sagte Polter, der von Kramer als „Abrissbirne“ im Sturm bezeichnet wurde. Trotz der nach dem direkten Wiederaufstieg entstandenen Euphorie beim Revierklub geht es für Schalke nach eigener Aussage in dieser Saison nur um den Klassenverbleib. „Und es ist klar, dass wir uns noch auf der ein oder anderen Position verstärken müssen“, sagte Kramer, der in der vergangenen Saison beim Absteiger Arminia Bielefeld beurlaubt worden war. dpa