Stuttgart / dpa Angeschlagener Bundesligist erhält Millionenkredit. Spieler absolvieren Leistungstests.

Im Zuge des geplanten Umbaus der Mercedes-Benz Arena unterstützt die Stadt den durch die Corona-Krise finanziell angeschlagenen VfB Stuttgart mit einem millionenschweren Darlehen. Bis zu maximal 22,55 Millionen Euro als Zwischenfinanzierung bekommt der Fußball-Bundesligist für die Renovierung und den Ausbau der Arena bis 2024. Diesen Beschluss fasste der Stuttgarter Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend. Ursprünglich hatte der VfB sich mit einem Eigenanteil von 22,5 Millionen Euro am Umbau beteiligen wollen.

Aufgrund der Corona-Krise und dadurch wegbrechender Zuschauereinnahmen kann der VfB dem jedoch nicht mehr im ursprünglich vereinbarten Zeitrahmen nachkommen. Bislang hat der Club 2,2 Millionen Euro an Eigenanteil eingebracht.

Dank der Zwischenfinanzierung durch die Stadt hat der Verein nun ab der geplanten Fertigstellung des Stadions im Jahr 2024 bis 2032 Zeit, das Darlehen zurückzuzahlen. Der Ausbau der Arena mit Blick auf die Europameisterschaft 2024 soll 69,5 Millionen Euro kosten und damit 4,5 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant.

Profis machen Leistungstests

Mit den obligatorischen leistungsdiagnostischen Untersuchungen sind die Spieler des Bundesligaaufsteigers VfB Stuttgart unterdessen am Donnerstag in die Vorbereitung auf die kommende Saison der Fußball-Bundesliga gestartet. Um 7.30 Uhr hatten die Youngster Lilian Egloff und Luca Mack den Anfang gemacht. Bevor Trainer Pellegrino Matarazzo die Profis am kommenden Montag (15 Uhr) zum ersten Training auf den Rasen bittet, wird jeder von ihnen zweimal auf das Coronavirus getestet.

Der wechselwillige Stürmer Nicolas Gonzalez vom VfB Stuttgart weckt wohl nicht nur Interesse im Ausland, sondern auch in der Bundesliga. „Ich sehe sowohl aus Italien als auch aus England ernsthaftes Interesse kommen, auch von einem Klub aus Deutschland“, sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat: „Eine konkrete Anfrage gab es noch nicht.“ dpa