Turin / dpa Turin ist italienischer Meister. Superstar Ronaldo erobert mit seinem Team wieder den Scudetto.

Halbnackt tanzte Cristiano Ronaldo durch die Kabine, Trainer Maurizio Sarri genoss die „Zigarette danach“. „Dieser Titel ist allen Juve-Tifosi gewidmet, vor allem jenen, die wegen dieser Pandemie gelitten haben und immer noch leiden“, verkündete Ronaldo via Instagram nach dem entscheidenden 2:0-Heimsieg gegen Sampdoria Genua. Zwei Spieltage vor Schluss ist Juve Meister. Es ist der neunte Titel in Folge. Die Juve-Fans folgten dann auch der Bitte des Klubs, sicherheitshalber zu Hause zu feiern. Der Turiner Hauptplatz San Carlo blieb weitgehend leer. Coach Sarri lobt nach dem Sieg gegen Genua den Siegeswillen seines Teams. „Für eine Mannschaft, die an Erfolge gewöhnt ist, ist es nicht einfach, die Motivation zu finden“, sagte der 61-Jährige und ergänzte: „Juve hat auch in dieser schwierigen Zeit bewiesen, ein europäischer Topklub zu sein.“

Doch diesen Status muss die Alte Dame schon sehr bald bestätigen. Im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am 7. August gegen Olympique Lyon gilt es, die 0:1-Hinspielniederlage wieder wettzumachen. Denn der letzte Triumph in der Königsklasse ist mittlerweile fast ein Vierteljahrhundert her.

Von Ronaldo abhängig

Zumindest den italienischen Medien erscheint eine Wiederholung dieses Erfolges noch im August allerdings eher unwahrscheinlich. „Ohne Ronaldo wäre das wacklige Juve-Imperium zusammengebrochen. Er hat sich bei vielen Gelegenheiten als entscheidend erwiesen, die Mannschaft ist von ihm abhängig“, analysierte die Turiner Sporttageszeitung Tuttosport. Tatsächlich hat sich der mittlerweile 35 Jahre alte Superstar immer wieder als nahezu unersetzlich gezeigt. 31 Tore und sechs Assists steuerte der Portugiese zum erneuten Titelgewinn bei.

Und in den letzten beiden Partien der Serie A könnte CR7 noch einen Uralt-Vereinsrekord brechen: 1934/35 gelangen Felice Borel 32 Treffer in einer Saison für den Traditionsklub. dpa

Serie A Italien 

  1. Juventus Turin 36 26  5  5 75:38 83

 2. Inter Mailand 36 22 10  4 77:36 76

 3. Atal. Bergamo 36 22  9  5 96:45 75

 4. Lazio Rom 36 23  6  7 76:39 75

 5. AS Rom 36 19  7 10 71:48 64

 6. AC Mailand 36 17  9 10 56:45 60

 7. SSC Neapel 36 17  8 11 58:47 59

 8. US Sassuolo 36 13  9 14 64:62 48

 9. AC Parma 36 13  7 16 51:52 46

10. Hellas Verona 36 11 13 12 44:48 46

11. FC Bologna 36 12 10 14 51:60 46

12. AC Florenz 36 10 13 13 44:47 43

13. Cagliari 36 10 12 14 50:53 42

14. Udinese 36 11  9 16 35:49 42

15. Sampdoria Genua 36 12  5 19 46:60 41

16. FC Turin 36 11  6 19 43:64 39

17. CFC Genua 36  9  9 18 44:68 36

18. US Lecce 36  8  8 20 47:80 32

19. Brescia 36  6  6 24 34:76 24

20. Spal Ferrara 36  5  5 26 26:71 20