Der bevorstehende Wechsel von Inka Grings zum Schweizer Fußball-Verband als Frauen-Nationaltrainerin ist nicht bei allen Spielerinnen ihres bisherigen Vereins FC Zürich gut angekommen. „Ich habe es ihnen am vergangenen Samstag gesagt. Viele von ihnen haben es schon vermutet und sich die Ohren zugehalten, als ich meine Entscheidung verkündet habe“, sagte die 44-Jährige im Interview mit dem Fachmagazin „Kicker“. „Grundsätzlich haben sie sich aber gefreut und mir gratuliert.“

Sie hatte die Züricher Frauen in der vergangenen Saison zum Meister-Titel und zum Pokal-Sieg geführt.  Die ehemalige deutsche Nationalspielerin und zweimalige Europameisterin übernimmt wie kurz berichtet den Posten beim Verband am 1. Januar und wird Nachfolgerin des Dänen Niels Nielsen. Ihre erste Aufgabe wird die Vorbereitung auf die WM im Sommer in Australien und Neuseeland sein. Dort treffen die Schweizerinnen in der Gruppenphase auf die Philippinen, Norwegen und Co-Gastgeber Neuseeland.

Sie habe den Vorteil, „dass ich alle Spielerinnen schon persönlich kenne, zum Teil spielen sie ja auch beim FCZ“, sagte Grings. „Sportlich wird’s natürlich eine Herausforderung, da ich anders spielen lassen will. Trotzdem bin ich zuversichtlich. Wir werden die kurze Zeit gut nutzen.“ Bis zu ihrem Dienstantritt als Nationaltrainerin wird sie den FC Zürich noch weiter betreuen. dpa