dpa/sid Der Rekordmeister darf sich über einen Riesen-Sponsorendeal freuen. Das Volumen des Mega-Geschäfts wird auf eine halbe Milliarde Euro geschätzt.

Der FC Bayern München hat ein bedeutsames Sponsorengeschäft fix gemacht. Die Stars des deutschen Fußball-Rekordmeisters werden noch lange mit Audi fahren, was dem Club laut Spekulationen eine Einnahme von einer halben Milliarde Euro bringen soll. Wie der Verein am Dienstag mitteilte, wurde der bis zum 30. Juni 2025 datierte Sponsorendeal um vier weitere Jahre bis 2029 verlängert. „Ich freue mich sehr über die vorzeitige Verlängerung unserer Partnerschaft mit Audi. Für den FC Bayern ist diese Vereinbarung ein wichtiger strategischer Schritt in die Zukunft“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Seit 2002 ist die VW-Tochter Sponsor des FC Bayern. Zudem ist Audi mit 8,33 Prozent am FC Bayern beteiligt. Seit 2009 findet in der Saison-Vorbereitung auch der Audi-Cup mit internationalen Topteams als weiterer Punkt der Zusammenarbeit statt.

„Der FC Bayern und Audi arbeiten nun bereits seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten vertrauensvoll, seriös und zum Vorteil beider Marken zusammen. Nun ist sichergestellt, dass diese Partnerschaft auch in den kommenden knapp zehn Jahren weitergeführt wird“, sagte Rummenigge. Durch die vorzeitige Vertragsverlängerung verdient der FC Bayern nicht nur mehr Geld, die Partnerschaft wird laut Mitteilung auch inhaltlich ausgebaut.

Zahlen wurden nicht verraten, die „Bild“ schätzt die Einnahmen für die nächsten zehn Jahre auf 500 Millionen Euro. Ähnlich waren Spekulationen Mitte vergangenen  Jahres gewesen. Seitdem hatte sich auch eine Vertragsverlängerung abgezeichnet. Zuvor hatten die Münchner aber auch mit BMW über eine mögliche Partnerschaft gesprochen. Diese Gespräche jedoch waren, wie berichtet, im vergangenen Mai überraschend abgebrochen worden.

Ein positives Zeichen soll die ausgedehnte Partnerschaft mit dem exklusiver Automobilpartner auch für die Umwelt setzen: Künftig bekommen alle Profis ein Elektroauto.

Platz vier in Geldrangliste

Zum neuen Megadeal mit Audi passt die Nachricht von Dienstag, wonach der deutsche Rekordmeister in der inoffiziellen „Geldrangliste“ des internationalen Fußballs wie im Vorjahr auf Platz vier rangiert. Dies geht aus der „Football Money League“-Studie des Beratungsunternehmens Deloitte hervor. Demnach erwirtschafteten die Münchner in der Saison 2018/2019 einen Umsatz von 660,1 Millionen Euro. Konkurrent Borussia Dortmund (377,1) und der Revierklub Schalke 04 (324,8) auf den Plätzen 12 und 15 liegen ebenfalls immerhin noch unter den Top 20. Zusammen erwirtschafteten die 20 Vereine einen Rekorderlös von 9,3 Milliarden Euro.

An der Spitze liegt der FC Barcelona, der mit einem Umsatz von 840,8 Millionen Euro als erster Verein überhaupt die 800-Millionen-Schallmauer durchbrach. Dahinter folgen der spanische Rekordmeister Real Madrid (757,3) und der englische Rekordmeister Manchester United (711,5).

Nicht berücksichtigt werden in dem Report unter anderem die Transfererlöse der Vereine. Allerdings erkennen die Autoren an, dass bestimmte Klubs die Transfers von Spielern als Teil ihrer generellen Finanzstrategie benutzen. Mit allen Faktoren kamen die Bayern auf einen Rekordumsatz von 750,4 Millionen Euro, Barca führt auch hier das Ranking mit 990 Millionen Euro an.

Der finanzielle Eliteklub bleibt eine weitgehend geschlossene Einheit. In Olympique Lyon (von 28 auf 17) und dem SSC Neapel (21 auf 20) schafften nur zwei Vereine den Sprung unter die Top 20. dpa/sid

Rafinha bietet Rückkehr nach München an

Der Brasilianer Rafinha hat seinem Ex-Klub Bayern München aufgrund der akuten Personalnot eine Rückkehr angeboten. „Ich bin glücklich in Brasilien, aber mein Herz schlägt für Bayern München. Wenn Bayern Hilfe braucht, dann können sie mich anrufen“, sagte der 34 Jahre alte Außenverteidiger von Copa-Libertadores-Gewinner Flamengo aus Rio de Janeiro der Sport Bild.

Rafinha hatte zwischen 2011 und 2019 für den deutschen Fußball-Rekordmeister gespielt, war aber vor der laufenden Saison nach seinem Vertragsende in München in seine Heimat zurückgekehrt. Neben der südamerikanischen Champions League gewann Rafinha mit Flamengo auch die Meisterschaft. Sein aktueller Vertrag, so berichtet die Sport Bild, lasse eine Rückkehr nach München zu.