Bolheim / HZ Die Spielgemeinschaft Herbrechtingen-Bolheim kommt gegen Unterensingen mit 18:41 böse unter die Räder. Der scheidende Trainer Mickel Washington vermisst den nötigen Biss.

Nicht wenige bei der Spielgemeinschaft Herbrechtingen-Bolheim sind froh, dass die dritte Saison in der Württembergliga bald Geschichte ist. Noch hat der mittlerweile abgeschlagene Tabellenletzte sechs Partien zu bestreiten. In der Heimpartie gegen Unterensingen hielten die SHBler über 15 Minuten ordentlich mit, anschließend spielten die Gäste mit dem Außenseiter aber förmlich Katz und Maus.

SHB-Trainer Mickel Washington war angesichts des erneuten blutleeren Auftrittes seiner Mannschaft fast schon fassungslos. Zwar hatte ihm die erste Viertelstunde sehr gut gefallen, doch das Debakel, das er anschließend nach dem 7:7 mit ansehen musste, ließ Washington entsprechend hart mit seinen Spielern ins Gericht gehen. „Wir spielen zu Hause und die Zuschauer haben Eintritt gezahlt, da müssen wir uns als Mannschaft einfach anders präsentieren“, so der scheidende Trainer der SG, der auch bei diversen Teilen der Mannschaft ganz klar die Charakterfrage stellte. Von manchen Spielern kommt seiner Meinung nach einfach zu wenig.

Unsicherheit nach Klings Aus

Bis zum 7:7 nach 16 Minuten war es ein ausgeglichener Schlagabtausch. Dann musste aber der dato beste SHBler, Michael Kling, verletzt auf die Bank. Dies bedeutete sofort einen Bruch im Spiel der Gastgeber und Unterensingen nutzte diese Unsicherheit gnadenlos aus. Innerhalb von acht Minuten legte der Tabellensechste einen Sechs-Tore-Lauf zum 8:16 hin und bestrafte hilflose Angriffsaktionen der SHB effektiv und zu diesem frühen Zeitpunkt des Spiels schon vorentscheidend. Im zweiten Durchgang gab es ratloses Kopfschütteln auf der Tribüne und beim Trainer der SHB. In den letzten Minuten schraubte Unterensingen jedoch nochmal zwei Gänge herunter und das Heimteam konnte zumindest noch verhindern, dass der Vorsprung weiter anwächst – ein ganz schwacher Trost angesichts des Endergebnisses von 18:41. Trotz der noch ausstehenden Spiele, unter anderem bei den Titelfavoriten Schwäbisch Gmünd und Heiningen, wird der Fokus bei der SHB bereits auf die kommende Runde in der Landesliga gelegt. Dennoch hofft man im SHB-Lager, dass die Mannschaft so viel Ehrgefühl hat, die verkorkste Saison vollends einigermaßen anständig zu beenden.