Die Basketballer des HSB sind tief getroffen von der Nachricht des Todes ihres ehemaligen Trainers Zvonko Penovic, der für viele mehr war als der Mann an der Seitenlinie: Penovic, der im Februar 1960 im heutigen Kroatien geboren wurde, war Mitspieler, Freund, Mentor und Wegbegleiter.

Penovic kam Ende des Jahres 1987 mit seiner Frau Suzana nach Heidenheim, die mit ihrer Art Basketball zu spielen, begeisterte. 1989 nahm sie sich im Frühjahr das Leben. Ihr Mann Zvonko blieb zusammen mit der Hundedame Boki in Heidenheim und prägte einige Jahre sowohl den Herren-, Damen- und Jugendbereich.

Penovic hatte in Jugoslawien in der ersten Liga gespielt, war also ein absolut hochkarätiger Spieler in der Herrenmannschaft mit Bundesliganiveau. In der Regionalliga, in der die Heidenheimer Herren seinerzeit auch zu Hause waren, konnten ihm nur wenige Gegenspieler das Wasser reichen.

Momente, die bleiben

Er war ab Sommer 1988 Spielertrainer der ersten Herrenmannschaft und ab Sommer 1991 Trainer der ersten Damenmannschaft. Vor mehr als 1000 Zuschauern konnte er 1993 in der Karl-Rau-Halle als Coach den Aufstieg in die 1. Bundesliga feiern. Nicht nur für die Spielerinnen von damals sind das Momente, die bis heute im Gedächtnis geblieben sind.

Als temperamentvoller Trainer legte er Wert auf Disziplin, Leistung und Respekt. Außerhalb der Halle war Penovic meist jedoch ein eher stiller Zeitgenosse, guter Zuhörer und Gesprächspartner.

Nach dem Abstieg der Damenmannschaft 1994 verließ er Heidenheim und ging nach Heidelberg, wo er beim HTV über zwei Jahrzehnte ebenfalls Herren-Trainer war. So mancher Basketballer aus Heidenheim, der nach seinem Abitur zum Studium nach Heidelberg ging, konnte bei ihm seine Basketball-Ausbildung vervollständigen.

Seinen Beruf Sportlehrer konnte er in Deutschland zwar nicht ausüben, doch fand er Arbeit bei SAP. Vor fünf Jahren trat er den Vorruhestand an.

Penovic starb vor wenigen Tagen. Den Kampf gegen eine schwere Krankheit konnte er nicht gewinnen.