Ein kurioser Start in den Continental-Cup der Nordischen Kombinierer: Beim ersten Wettkampf-Wochenende im finnischen Ruka belegte Jan Andersen vom SC Königsbronn trotz starkem Wind und Schneefall im Feld der 47 Athleten die Plätze 10, 15 und 16.

Da am ersten Wettkampftag wegen zu viel Wind überhaupt nicht gesprungen werden konnte, begann der Wettkampf der Saison mit einem Massenstart. Hierbei werd zuerst 10 Kilometer mit den Langlaufskiern gelaufen, der Sprung folgt dann später. Also gingen 47 hoch motivierte Athleten zeitgleich in die Loipe, was zu vielen Stürzen und teils chaotischen Verhältnissen führte.

Auch in der Loipe gut unterwegs: Jan Andersen vom SC Königsbronn
Auch in der Loipe gut unterwegs: Jan Andersen vom SC Königsbronn
© Foto: Jan Simon Schäfer

Der 20-jährige Kirchheimer kam als 25. mit einem Rückstand von 1:22,5 Minuten auf den Laufsieger Aaron Kostner aus Italien ins Ziel. Am nächsten Morgen waren die Wetterbedingungen nicht besser. Die Folge: Der Sprungwettbewerb wurde erneut verschoben. Wie am Vortag ging es dann direkt in den Schnee – zum zweiten Massenstart.

Zweimal Laufen, dann Springen

Beim zweiten Anlauf agierte das Feld der Athleten aber gelassener und alle Starter kamen gut und sturzfrei über die wieder 10 Kilometer lange Strecke. Jan Andersen, der für den SC Königsbronn startet, landete mit 1:17,4 Minuten Rückstand auf dem 26. Rang.

Nach 20 kraftraubenden Kilometern durften die Kombinierer dann doch auf die windanfällige Schanze. Kurios dabei: Obwohl der Wettbewerb der Spezialspringer an gleicher Stelle wegen zu starken Windes nach einem Durchgang abgebrochen worden war, schickte man die Nordischen Kombinierer trotzdem auf die Großschanze.

15 Plätze nach vorne nach Springen

Mit gemischten Gefühlen und vor allem Respekt vor der großen Schanze und dem Wind startete der Sprungwettkampf für den ersten Massenstart. Aus den den Zeitrückstände nach dem Lauf, die in Punkte umgerechnet werden, betrug Andersens Rückstand auf den Führenden 20,6 Punkte – was elf Meter auf der Schanze entsprachen.

Nach durchwachsenen Trainingssprüngen gelang Andersen im Wettkampf ein starker Satz auf 120 Meter. Da viele Athleten mit den Bedingungen nicht gut zurecht kamen und deutlich kürzer sprangen, verbesserte sich der 20-Jährige und schaffte es als Zehnter sogar noch in die Top-Ten.

Geschwächt von Erkältung

Zum Springen für den zweiten Massenstart ging das Feld am Sonntagmorgen in die Lüfte. Andersen bestätigte sein Leistung vom Vortag und belegte mit einem Sprung auf 116 Meter im Endergebnis den 15. Platz. Anschließend ging es direkt in den dritten Wettbewerb. Erneut segelte der DSV-Athlet mit einem guten Sprung auf 120 Meter, was ihm Rang neun einbrachte – 2:24 Minuten hinter den führenden Christian Deuschl (Österreich).

Gehandicapt von einer leichten Erkältung fehlte Andersen beim nun dritten 10-Kilometer-Lauf innerhalb von drei Tagen die Spritzigkeit und er büßte ein paar Plätze ein, sodass zum Abschluss der Wochenendes den 16. Rang belegte. Sieger aller drei Wettbewerbe war der Weltcup-Athlet Terence Weber. Nach dem guten Saisonstart mit konstanten Leistungen liegt Jan Andersen in der Gesamtwertung des Continental-Cups aktuell mit 57 Punkten auf dem 15. Platz.

Erfahrung sammeln für den Weltcup


Der Continental Cup ist die zweithöchste internatonale Serie in der nordischen Kombination. Neben ambitionierten Talenten sind auch Weltcup-erfahrene Sportler im Starterfeld. Der Cup wird in dieser Saison an sechs Wochenenden ausgetragen. Nach dem Auftakt in Finnland geht es im österreichischen Eisenerz weiter (13.  bis 15. Januar) Die weiteren Stationen: Rena (Norwegen/17. bis 19. Februar), Oberstdorf (23. bis 26. Feb.), Lahti (Finnland/17. bis 19. März) und Oberwiesenthal (23. bis 26. März).