Zwei Tage lang war die Sporthalle des Werkgymnasiums der Mittelpunkt des süddeutschen Nachwuchs-Hallenhockeys: Bei den süddeutschen Meisterschaften der männlichen U16 lieferten acht Topteams intensive Duelle – vor einer beeindruckenden Kulisse. Rund 200 Fans waren über weite Strecken in der Halle, mit Trommeln, Trompeten und Tröten wurde jede Aktion lautstark begleitet. „Besonders in den Shootouts und im Finale herrschte eine Stimmung, wie man sie sonst eher von großen Spielen kennt“, sagt Turnierleiter Jakob Jung vom ausrichtenden Heidenheimer Sportbund. Auch online war das Interesse groß: Der Livestream auf dem Youtube-Kanal des HSB verzeichnete an den zwei Tagen über 7.500 Aufrufe.
Sportlich setzte sich am Ende der Mannheimer HC die Krone auf und wurde süddeutscher Meister der Saison 2025/26. Das Finale gegen den Münchner SC wurde zu einem sportlichen Krimi: München ging in Führung, Mannheim glich aus – nach der regulären Spielzeit stand es 1:1. Im Penalty-Shootout war die Stimmung in der Halle endgültig am Anschlag: Nach jeder Parade und jedem Treffer brandete ohrenbetäubender Jubel auf. Mannheim behielt die besseren Nerven und gewann den Shootout mit 4:3.

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Schon das Halbfinale der Mannheimer gegen den HV Ludwigsburg hatte die Messlatte hoch gelegt. Ludwigsburg führte bereits 2:0, doch Mannheim kämpfte sich zurück – und traf in der letzten Minute der regulären Spielzeit zum 2:2-Ausgleich. Im anschließenden Shootout setzte sich Mannheim mit 6:5 durch. Das zweite Halbfinale entschied der Münchner SC mit 3:2 gegen den SC Frankfurt 1880 für sich.
Im Spiel um Platz drei sicherte sich der HV Ludwigsburg mit einem 3:1 gegen den SC SAFO Frankfurt den Bronzerang. Damit stehen auch die Teilnehmer an der Endrunde der deutschen Meisterschaften fest: Die ersten drei Teams – Mannheimer HC, Münchner SC und HV Ludwigsburg – qualifizierten sich für die DM.
Es war wunderschön, so viele Emotionen zu sehen und das auch den Zuschauern zu zeigen – gerade denen, die Hockey noch nicht so gut kennen.
Jakob Jung, Turnierleiter vom HSB
Turnierleiter Jung zog auch aus Sicht des HSB ein rundum positives Fazit: „Es war wunderschön, so viele Emotionen zu sehen und das auch den Zuschauern zu zeigen – gerade denen, die Hockey noch nicht so gut kennen.“ Besonders hob er die Fairness hervor: hohes sportliches Niveau, große Emotionalität – aber keinerlei Auseinandersetzungen, respektvoller Umgang mit Schiedsrichterentscheidungen und keine Verletzungen.
Für den HSB, der in dieser Altersklasse aktuell keine eigene Mannschaft stellt, war das Wochenende zugleich ein starkes Signal: Die Hockeyabteilung verzeichnet in den jüngeren Jahrgängen großen Zulauf und möchte langfristig wieder an das Leistungsniveau heranführen.
Die Platzierungen der Teams in Heidenheim
1. Mannheimer HC
2. Münchner SC
3. HV Ludwigsburg
4. SC Frankfurt 1880
5. Wacker München
6. SC SAFO Frankfurt
7. TG Frankenthal
8. Dürkheimer HC


