Schritt für Schritt ist bei den HSB-Turnerinnen das Training wieder angelaufen. Mittlerweile ist von der Eltern-Kind-Gruppe bis zu den Erwachsenen wieder alles in der Halle. „Wir müssen die Gruppen streng trennen, aber es läuft alles wieder normal, auch Hilfestellungen sind ja wieder möglich“, berichtet Trainerin Judith Schneider.

Und eine Turnerin hängt sich – trotz ihres anstrengenden Medizinstudiums – besonders rein: Elisa Kuen möchte sich für die deutsche Meisterschaft am 7. November in Düsseldorf qualifizieren. Der Weg zu den Titelkämpfen ist im Corona-Jahr ein anderer, die normalerweise vorangehenden Wettbewerbe sind ja alle ausgefallen.

Deshalb sind nun die Kaderturnerinnen startberechtigt, für die anderen Damen gibt es interne Qualifikationen auf Landesverbandsebene. Dazu tritt Kuen nun am Wochenende in Ulm an. Mindestens 45 Punkte muss die 23-Jährige im Vierkampf schaffen, um auf die Meldeliste zu kommen. Die bundesweit besten 24 dürfen dann zur DM.

Mannschaftskämpfe ohne Sinn

Nach längeren Verhandlungen fiel im Deutschen Turnerbund die Entscheidung, die zwei noch ausstehenden Runden der Bundesligasaison zu turnen. Der im Mai ausgefallene Wettkampf wird nachgeholt. Es wird in dieser Saison aber keine Auf- oder Absteiger geben. Die HSB-Damen müssen also am 11. Oktober in Mannheim und am 14. November in Dresden antreten.

Schneider hatte sich gegen diese Variante ausgesprochen: „Ich muss doch keinen Wettkampf turnen, bei dem es kein Ergebnis gibt.“ Schließlich fallen für die Vereine Fahrt- und Übernachtungskosten an, mit Zuschauern ist in diesen Zeiten auch nicht zu rechnen und viele Turnerinnen haben den Trainingsrückstand noch nicht aufgeholt.