Die Saison war für die Zweitliga-Turnerinnen des HSB irgendwie verzwickt. Nach dem ersten Wettkampftag in Karlsruhe Anfang März kam der erste Lockdown. Deshalb wurde der zweite Wettkampftag im Mai in Meßstetten abgesagt. Obwohl es anschließend weiterging, stand früh fest, dass die Saison ohne Absteiger zu Ende gebracht wird. Doch nicht einmal dies klappt. Nach dem dritten Wettkampftag Anfang Oktober in Mannheim ist Schluss: Die Wettbewerbe in Dresden (für Mitte November geplant) wurden von der deutschen Turnliga abgesetzt.

Darauf einigten sich die Deutsche Turnliga und der Ausrichter Dresdner SC am Freitag, 30. Oktober. Allen beteiligten Partnern blieb keine andere Wahl mehr, erklärte DTL-Abteilungsleiterin Bettina Ländle mit Blick auf die zu erwartenden neuen Ein- und Beschränkungen durch Verordnungen von Bund und Ländern in einer Stellungnahme.

Für die Heidenheimerinnen bleibt damit alles beim Alten. Wobei Trainerin Judith Schneider angesichts der investierten Zeit und der Anstrengungen auch sagt: „Die Saison war unnötig.“ Auch vor dem Hintergrund, dass der HSB bei Wettkampftagen auch Kampfrichter abstellen muss. In diesem Jahr wird es somit keine Termine mehr geben – nach einer längeren Pause könnte es im Frühjahr 2021 weitergehen. Zumindest im Ligabetrieb.

Elisa Kuen bei der DM dabei

Zuvor steht nämlich noch ein Großereignis an: die deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Düsseldorf. Noch wurde die DM nicht abgesagt, im Gegenteil, sie soll wohl ausgetragen werden. Dies wäre im Sinne von Elisa Kuen. Die HSBlerin hat sich nämlich für Düsseldorf qualifiziert. „Sie hat sich so sehr darauf gefreut. Ich wünsche es ihr, dass die deutsche Meisterschaft stattfindet“, sagt Trainerin Schneider über ihren 23-jährigen Schützling.