Als erstes absolvierte der Belgier Christophe De Keyser die 1,9 Kilometer lange Schwimmstrecke im Walchsee nach 24:27 Minuten. Jung kam als 19. nach 26:09 Minuten in der ersten Wechselzone an. „Mit der Schwimmleistung bin ich nicht zufrieden. Klare Zielvorgabe war es die erste Schwimmgruppe zu erwischen und diese auch zu halten“, resümierte er nach dem Rennen.

Auf dem Rad startete er eine beeindruckende Aufholjagd. Mit einer über die 82 Kilometer lange Strecke konstant starken Leistung machte er einige Plätze gut und startete den 21 Kilometer langen Lauf knapp außerhalb der Top ten. Trotz heruntergesprungener Kette nach etwa 55 Kilometern, als er sogar anhalten musste, um das technische Problem zu beheben, fuhr er die achtschnellste Radzeit des Tages mit 2:03:36 Stunden und einem Schnitt knapp über 40 Stundenkilometer.

Anschließend lief der Triathlon-Profi ein sehr konstantes Tempo und absolvierte in 1:21:16 Stunden den Halbmarathon. Nach insgesamt 3:54:02 Stunden erreichte Andreas Jung die Ziellinie. „Ich fand schnell in meinen Laufrhythmus auf den ersten Kilometern. Allerdings hat mir an dem Tag einfach der nächste Gang gefehlt. Das Tempo wäre für eine Langdistanz sehr gut gewesen, aber für die Europameisterschaft über die Mitteldistanz reicht diese Leistung nicht, um ganz weit nach vorne zu kommen“, so der ehemalige Heidenheimer. Insgesamt zieht er dennoch mit seinem 18. Gesamtrang ein positives Fazit. Den nächsten Wettkampf bestreitet Jung, der von Christian Manunzio trainiert wird, im heimischen Vorarlberg beim dortigen Transvorarlberg am 11. Juli. Dort kann er seine Schnelligkeit auf der olympischen Distanz nochmals testen, bevor es dann in die finale Vorbereitungsphase für die Ironman-Europameisterschaften über die Langdistanz am 15. August in Frankfurt geht.

Das Rennen am Walchsee gewann der Deutsche Frederik Funk nach insgesamt 3:36:56 Stunden. Bei den Frauen siegte mit einer beeindruckenden Leistung die Schweizerin Nicola Spirig. Insgesamt starteten 22 Profidamen und 40 Profiherren.