swp Der Franzose schießt Borussia Mönchengladbach gegen AS Rom in der Nachspielzeit zum Sieg. Der VfL Wolfsburg schenkt gegen Gent eine Führung her.

Der Bann ist gebrochen: Dank eines späten Treffers von Marcus Thuram (90.+4) liegen die Überflieger von Borussia Mönchengladbach auch in der Europa League wieder auf Kurs. Der Bundesliga-Tabellenführer holte durch ein hart erkämpftes 2:1 (1:0) gegen den italienischen Topklub AS Rom den ersehnten ersten Sieg der Gruppenphase und darf wieder vom Einzug in die K.o.-Runde träumen.

Marcus Thuram sorgte für die Entscheidung zugunsten des Team von Gladbach-Trainer Marco Rose, das somit auch den direkten Vergleich gegen die nun punktgleichen Römer gewann. Die in der Liga zuletzt so starken Fohlen waren zunächst durch ein Eigentor von Federico Fazio (35.) in Führung gegangen, ehe Fazio seinen Fehler mit dem Ausgleich (64.) wieder gutmachte. Am 28. November kann das Rose-Team beim Wolfsberger AC den nächsten großen Schritt machen.

Druckvoll gespielt

"Wir haben es selbst in der Hand, international zu überwintern", hatte Sportdirektor Max Eberl vor dem Anstoß gesagt. Entsprechend energisch ging die Borussia zu Werke. Wie schon im Hinspiel (1:1) setzte Gladbach die Roma von der ersten Minute an unter Druck, eroberte teilweise schon am gegnerischen Strafraum die Bälle, verarbeitete diese aber zunächst noch zu ungenau.

Beim 1:0 war Gladbach dann das Glück hold: Eine scharfe Hereingabe von Thuram beförderte Fazio mit der Fußspitze am verdutzten Gäste-Schlussmann vorbei ins eigene Tor. Für das Rose-Team war es die erste Führung der Europapokal-Saison.

Nach der Pause ging es weiter munter hin und her, auch weil der Dritte der Serie A nun mutiger agierte. Vom Ex-Wolfsburger Edin Dzeko war im Sturm der Giallorossi zwar kaum etwas zu sehen, dafür zwang Javier Pastore (57.) Gladbachs Keeper Yann Sommer zu einer Glanzparade. Wenig später war der Schlussmann aber machtlos, als Fazio aus kurzer Distanz mit einer Volleyabnahme erfolgreich war. In der spannenden Schlussphase hatten beide Teams noch die Chance zum Siegtreffer – praktisch die letzte Gelegenheit des Spiels nutzte Marcus Thuram.

Unterdessen hat sich die Formkrise des VfL Wolfsburg nach den derben Niederlagen im DFB-Pokal und in der Bundesliga noch einmal verschärft. Nach einer über weite Strecken schwachen Leistung verloren die Niedersachsen gegen KAA Gent mit 1:3 (1:0) und verpassten vor 11 620 enttäuschten Zuschauern auf dem Weg in die Zwischenrunde die erhoffte Vorentscheidung.

Auch die recht frühe Führung durch einen Flachschuss des Brasilianers Joao Victor nach 20 Minuten brachte keine Ruhe in die Aktionen der Platzherren. Der nicht unverdiente Ausgleich für die Gäste gelang dem Ukrainer Roman Jaremtschuk mit einem sehenswerten Volleyschuss fünf Minuten nach Wiederbeginn, ehe Laurent Depoitre (65.) und Michael Ngadeu-Ngadjui (76.) den Endstand herstellten. Es war die erste Heimniederlage der "Wölfe" in dieser Spielzeit.

Eintracht Frankfurt bangt ums Weiterkommen

Keine Fans, keine Europa-Party: Eintracht Frankfurt hat in der Europa League einen herben Dämpfer hinnehmen müssen und den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde verpasst. Fünf Tage nach der 5:1-Gala in der Bundesliga gegen Meister Bayern München verlor die Mannschaft von Trainer Adi Hütter beim belgischen Spitzenteam Standard Lüttich unglücklich in der Nachspielzeit 1:2 (0:0) und muss nach der zweiten Niederlage im laufenden Wettbewerb das Vorrundenaus fürchten. Zinho Vanheusden (56.) und Maxime Lestienne (90.+4) trafen in der zweiten Halbzeit zum Sieg für die Belgier. Filip Kostic (65.) gelang nur der zwischenzeitliche Ausgleich.