Kürzlich fand unter strengen Hygienebedingungen ein Vergleichswettkampf für die deutsche Nationalmannschaft der Sportakrobatik statt. Der Dresdner SC hat gemeinsam mit dem Deutschen Sportakrobatikbund eine Möglichkeit geschaffen, den Leistungsstand der für die Weltmeisterschaft in Genf nominierten Einheiten aus ganz Deutschland zu vergleichen.

Alle Nominierten in sämtlichen Altersklassen gaben sich ein Stelldichein unter Wettkampfbedingungen. Einzig eine Einheit aus Erfurt musste wegen Verletzung absagen. Es wurde unter den Augen der internationalen Kampfrichter bewertet, zu welchen auch die Mergelstetter Trainerin Stefanie Caro gehört.

Fehlerfrei in der Balance

Unter Beobachtung des Bundestrainers, der Kampfrichter und des DSAB-Sportdirektors Hannes Schenk zeigten die zwei Mergelstetter Einheiten, dass sie immer besser in Form kommen. So präsentierte das Trio mit den Schwestern Diana und Christina Lust sowie Aelita Schelhorn ihre starke Balancepassage in beiden Übungen fehlerfrei und auch die neu einstudierte Choreografie in der Balanceübung fand großen Zuspruch von Bundeschoreographin Ana Matyskina.

Beeindruckend: Aelita Schelhorn (unten) und die Geschwister Diana und Christina Lust.
Beeindruckend: Aelita Schelhorn (unten) und die Geschwister Diana und Christina Lust.
© Foto: Felix Kuntoro

In der Dynamikübung nahmen die drei nach ihrem Start beim Weltcup in Bulgarien einige kleinere Umstellungen vor und erreichten in allen drei Übungen eine hohe 26er-Wertung. Bei einer möglichen Höchstpunktzahl von 30 ist dies ein starker Wert, zeigt aber auch noch Steigerungspotential auf.

Die mitnominierten Mädchen aus Dresden sind auch bereits in einer soliden Form, es schlich sich aber in ihrer ersten Balancestelle ein Fehler ein, der einen größeren Punkteabzug bedeutete, so dass es am Ende nur 23,12 Punkte wurden.

Wertung über 27 Punkte

Das Mixed-Paar Finia Falch und Linus Monz konnte mit seinen starken Balance- und Dynamikübungen am ersten Tag die Kampfrichter für sich gewinnen und erhielt großes Lob. An Kleinigkeiten wäre noch zu arbeiten und mehr überzeugende Mattenpräsenz wäre auf internationalem Boden sehr wichtig. Wertungen über 27 Punkten spiegelten diese schon sehr gute Form wider.

In der Kombiübung war der Tempoauftakt sehr ansprechend, aber bei der neu verlängerten Balancestelle schlich sich ein Fehler ein. Hier ist jetzt herauszufinden, ob man eher ein etwas leichteres Programm wählt, wie schon in Bulgarien, oder ob man die erhöhte Schwierigkeit so umsetzten kann, dass sie einen Mehrwert der Übung erreicht.

Im gesamten Feld sind sie schon in einer sehr guten Form, liegen aber trotzdem noch ein paar Zehntel hinter den Mitkonkurrenten aus Dresden. Diesen so nah wie möglich zu kommen oder sie zu überholen, ist das Ziel.

Allgemein ist das deutsche Sportakrobatikteam auf einem guten Weg. Es werden noch zwei Vergleichswettkämpfe in der verbleibenden Zeit bis zur Weltmeisterschaft durchgeführt. Sehr hilfreich waren hier die persönlichen Feedbacks des Bundestrainers und seines Teams an die Trainerin Celine Caro Bauder. Sie kann daraus Verbesserungspotential in die täglichen Trainingseinheiten mitnehmen, um die SVM-Einheiten noch gezielter auf die WM vorzubereiten.