Heidenheim / Philipp Hruschka „Ein bisschen anders“ sollen die Darbietungen bei der HSB-Turngala am Samstag in der Karl-Rau-Halle werden. Was das bedeutet, erklärt Trainerin und Organisatorin Judith Schneider.

Die Karten waren bereits Tage zuvor ausverkauft. Lediglich ein paar Tickets an der Abendkasse wird es noch geben, wenn am Samstagabend die Turnerinnen des HSB bei der großen Gala in der Karl-Rau-Halle ihren Auftritt haben.

„Ein bisschen anders“ sollen die Darbietungen laut Trainerin und Organisatorin Judith Schneider in diesem Jahr werden. Denn: Statt einer „normalen“ Gala erzählen die rund 70 Athletinnen mit ihren Figuren und Kunststücken dieses Mal eine komplette Geschichte. Eine Nummer reiht sich direkt an die nächste, unterbrochen nur von einer kurzen Moderation, die die Umbaupausen überbrücken soll. „Wir haben keine Bühne, die sich dreht. Also müssen wir selbst ran“, erklärt Judith Schneider.

Das Motto, das wie eine Überschrift über der Erzählung steht, lautet „Traumfänger“. So nehmen die Darbietungen der Turnerinnen die Gestalt der Träume eines Kindes an, das in einem Park einschläft. Im Traum kann so manches Verrücktes passieren, vielleicht sogar Albtraumhaftes, wie Judith Schneider verrät. „Am Ende geht aber alles gut aus“, verspricht sie.

Dazu haben sich die HSBlerinnen Gäste eingeladen. Wie schon vor zwei Jahren werden die Bundesligaturner vom TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau auf der Bühne stehen, die nach einer starken Saison und dem Ligafinale im Dezember in Ludwigsburg auf dem dritten Platz landeten. Von einer Zirkusschule kommt außerdem ein Jongleur, und auch der HSB-Nachwuchs ist wieder dabei. Nicole Fritz, langjährige Leistungsträgerin beim HSB sowie Bundesligaturnerin, wird außerdem zum letzten Mal zu sehen sein. Die 28-Jährige wird dabei unter anderem auf dem Schwebebalkan ihr großes Können zeigen. „Wir nehmen schweren Herzens Abschied“, so Schneider.

Die Vorbereitungen für den großen Abend werden immer intensiver. „Die Woche vor der Gala ist heiß. Ich freue mich schon extrem“, sagt Annika Krenz. Die 33-Jährige ist verantwortlich für die Choreografie, und damit für das Einstudieren der Nummern. Seit dem neuen Jahr wird fleißig geübt, das meiste davon findet in der regulären Trainingszeit statt. Seitdem steht Krenz regelmäßig bis zu neun Stunden am Tag in der Halle, die Turnerinnen kommen schichtweise für ein bis zwei Stunden dazu. Für die Gala musste dann zwangsläufig auch das Wettkampftraining teilweise hintenanstehen. Direkt nach der Gala geht es auch schon in die Vorbereitungen für die nächsten Wettkämpfe.

Bei den Sieben- bis Neunjährigen etwa geht es schon Mitte Februar los, und auch für die Liga-Turnerinnen geht das „Gala-Training“ fließend in die ganz normale Vorbereitung über.

„Unser Anspruch ist hoch. Die Leute sollen nach der Gala nicht nur sagen, dass es ‚nett‘ war“, so Krenz. In dieser Hinsicht ist sie aber zuversichtlich: „Ich habe volles Vertrauen in die Mädchen.“ Die Aufregung und Vorfreude auf den großen Abend sei bei allen schon groß, so auch bei Krenz’ sechsjähriger Tochter.

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