Das Niveau in der sogenannten Quarantäne-Liga auf dem Schach-Server „lichess“ wird immer höher, das bekam auch der Schachklub Sontheim in den jüngsten beiden Wettkämpfen zu spüren.

Am Donnerstag nahmen 15 Sontheimer mit einer Durchschnitts-DWZ von 2067 teil, spielten 100 Minuten Blitzschach (3 Minuten plus 2 Sekunden Aufschlag pro Zug). Die Sontheimer spielten mit einer DWZ von 2080 leicht besser als ihre Startleistung und lagen zwischenzeitlich sogar auf Platz eins. Am Ende reichte es zum fünften Rang, wobei Martin Schauz und Jochen Wegener (je 22) am fleißigsten punkteten.

Am Sonntag – diesmal wurde mit 5 Minuten Bedenkzeit geblitzt – traten erneut 15 Spieler an. Doch nach wiederum gutem Start folgte diesmal ein Einbruch. Nur Johannes Lemke (31 Punkte) und Jürgen Ullmann (28) konnten Können aufs Brett, beziehungsweise den Bildschirm bringen. Sontheim rutschte auf Rang neun ab und steigt gemeinsam mit einer mexikanischen Auswahl und einem irakischen Schachteam in die 6. Liga ab.

Das Schöne an den immer stärker werdenden „lichess“-Quarantäne-Ligen ist, dass die Teilnehmer nicht nur ihren schachlichen Horizont erweitern können. So trafen die Sontheimer beispielsweise auf das drittplatzierte Aufsteigerteam aus der schachlich bekannten bosnischen Stadt Kiseljak, das genauso feurig spielte wie der im Teamnamen „Tešanjski“ angepriesene Käse aus Brennnesseln und Milch aus der dortigen Region Tešanj ist. Die sechstplatzierte Mannschaft kam aus der Stadt Stryi in der Ukraine nahe L'viv (Lemberg).

Auch das Monats-Blitzschach-Turnier wurde via „lichess“ ausgetragen. In einem stark besetzten Turnier überragte Johannes Lemke und siegte nach neun Runden ungeschlagen vor dient. Sören Pürckhauer (6,5) sowie die beiden punktgleichen Andy Klein und Roland Mayer (je 5,5).