München / dpa Der Klub lechzt nach dem Gewinn der Champions League, findet der Vorstandschef des deutschen Meisters.

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat den Druck auf Trainer Niko Kovac noch einmal erhöht und die Ambitionen des deutschen Fußball-Rekordmeisters in der Königsklasse unterstrichen. „Dieser Klub lechzt nach der Champions League“, sagte Rummenigge. Er habe aber „den Eindruck, dass es von Jahr zu Jahr schwieriger wird, diese Trophäe zu gewinnen. Trotzdem: Die Anstrengung Champions League ist immer wieder die Benchmark.“ Rummenigge forderte Kovac auf, die Münchner Fußball-Philosophie weiter zu pflegen. „Ich glaube erstmal, dass sich ein Trainer der Spielkultur eines Klubs anpassen muss – nicht umgekehrt. Jeder Trainer hat seine Präferenzen darüber, wie ein Spieler in seinem System spielen soll. Nur: Am Ende des Tages muss es ein Bayern-System geben, wie es ein Barcelona-System gibt.“

Mit diesem System sei der FC Bayern „über Jahre und mit unterschiedlichen Trainern sehr erfolgreich“ gewesen, führte Rummenigge aus, und es „beinhaltete spektakulärsten Fußball. Es wird jetzt eine wichtige Aufgabe von Niko Kovac sein, diese Spielkultur weiter zu kultivieren“.

„Sané kann uns helfen“

Niko Kovac wiederum würde einen Wechsel von Nationalspieler Leroy Sané nach München begrüßen. „Er kann uns auf jeden Fall helfen. Man hat in der Nationalmannschaft und bei City gesehen, was er für Fähigkeiten hat“, sagte Kovac am Dienstag. Die Münchner sind schon länger an Sané interessiert und wären zu einem Transfer mit rekordverdächtigem Volumen bereit. Der 23-Jährige vom englischen Meister Manchester City hat sich aber noch nicht klar positioniert.

Man müsse die Entwicklung auf dem Transfermarkt abwarten. Der frühere Dortmunder und aktuelle Barcelona-Profi Ousmane Dembélé sei „auch ein sehr guter Spieler“, erklärte Kovac zurückhaltend. Nach dem Ende von Arjen Robben und Franck Ribéry beim FC Bayern wünscht sich der Coach vor allem Verstärkungen für die Offensive. dpa