Nattheim / Martin Rößler Mit schnellen Kopfhüftschwüngen und sechs Einzelsiegen gelingt den Nattheimern im wichtigen Kampf gegen den Tabellenachbarn aus Plieningen ein 19:11-Erfolg.

Im vorentscheidenden Duell um den Abstieg konnte die TSG Nattheim mit einer guten Mannschaftsleistung den bitter benötigten Sieg gegen den direkten Konkurrenten um den Abstieg, den KV Plieningen, einfahren. Mit 19:11 setzten sich die Nattheimer durch und konnte sechs Mattenduelle für sich entscheiden. Den Mannschaftssieg machte Jürgen Hartung für die TSG klar.

Mit einem ansatzlosen Kopfhüftschwung konnte Hartung seinen Gegner Mairbek Erznukaev in 0:23 Sekunden schultern und entwickelt sich so langsam zum Angstgegener für den Plieninger Kontrahenten. Das Publikum dankte ihm mit tosendem Applaus und feierte den damit gesicherten Sieg.

Optimaler Start für Nattheim

Ebenfalls über einen schnellen Kopfhüftschwung besiegte David Kecskemeti Johannes Hörlein auf Schultern. Robert Ersek hatte mit Philipp Glaser einen Gegner, der ihm nicht viel Gegenwehr bot, sodass er aus der Bodenlage einen Schultersieg erringen konnte. So lief der Start für die TSG optimal. Anschließend traf Michael Illenberger auf einen der stärksten Gästeringer. Dessen technische Überlegenheit musste er in der ersten Runde anerkennen und verlor den Kampf.

In der Gewichtsklasse bis 98 kg trafen dann Andreas Wiedemann für die TSG und Benny Willhaus aufeinander. Beide Athleten füllten das Gewichtslimit nicht aus und rangen einen weitestgehend ausgeglichenen Kampf. Den besseren Start erwischte der Nattheimer und kam zum ersten Punkt aufgrund der Passivität des Plieningers. Die darauf folgenden Bodenlage konnte er ausnutzen und ging mit zwei kraftvollen  Durchdrehern in Führung. Im weiteren Kampfverlauf fanden sich beide Ringer des Öfteren im Zwiegriff, woraus keiner viel Kapital schlagen konnte. Der Plieninger konnte mit zwei Passivitätswertungen gegen Wiedemann verkürzen. Dennoch sicherte er sich einen wichtigen Sieg für die Mannschaft.

Zum Ende der ersten Halbzeit traf Rico Strubel auf Eduard Davidov. Durch die ruppige Ringweise des Plieningers kam es zu keinen wirklichen Griffansätzen in diesem Kampf und kleine Wertungen mussten die Entscheidung bringen. Das brachte Strubel aus dem Konzept. Er musste eine Punktniederlage akzeptieren, was einen Pausenstand von 10:6 für die TSG bedeutete.

Fauths 200. Mannschaftskampf

Nach der Pause trat Julian Fauth gegen Yousif Al-Nisani an. Dabei bestritt er seinen 200. Mannschaftskampf für die TSG und wurde dafür geehrt. Sein Gegner machte ihm aber kein Geschenk. Gegen den wendigen Al-Nisani kam Fauth nach Punkten ins Hintertreffen, schafftes es aber mit taktisch clever ausgekämpften Situationen die Überlegenheitsniederlage zu vermeiden.

Wiederum Stilartfremd trat Bernhard Amann gegen Sven Ruthardt an. Der Plieninger griff viel an und wurde von Amann stets ausgekontert, was dem Nattheimer einen Überlegenheitssieg in der ersten Runde bescherte.

Bis 80 kg im griechisch-römischen Stil traf Tobias Kuhn im Duell der Routiniers auf Matthias Krauter. Mit einem Takedown und folgendem Durchdrehe ging Kuhn in Führung. Danach konnte der Plieninger mit zwei Wertungen am Mattenrand verkürzen, aber Kuhn erkämpfte sich dennoch den Punktsieg.

Bei noch zwei ausstehenden Kämpfen musste nun noch ein Sieg her, um den Mannschaftssieg zu sicheren. Dementsprechend motiviert ging Jürgen Hartung in den Kampf und sicherte sich den umjubelten Schultersieg. Abschließend musste sich Marius Oechsle gegen Andranik Ovsepian geschlagen geben. Der Plieninger Punktegarant musste sich aber mächtig ins Zeug legen. Oechsle verlangte ihm einiges ab und überließ ihm nur den Punktsieg.

Mit diesem Sieg ist die TSG nun definitiv auf dem achten Platz und kann den Klassenerhalt feiern. Der KV Plieningen bestreitet als Tabellenletzter die Relegation

TSG II ringt ebenfalls um Klassenerhalt

Die Ringer der TSG II konnte ebenfalls einen Sieg feiern, mit dem nicht unbedingt zu rechnen war. Ersatzgeschwächt kam die SG Weilimdorf II in die Nattheimer Halle. Dies konnten die TSG-Ringer ausnutzen und gewannen den Kampf mit 20:16 und sammeln damit ebenfalls wichtige Punkte gegen den Abstieg.

Am 14. Dezember muss die Zweite noch einen Kampf gewinnen, um den Klassenerhalt zu zementieren.