Gezeichnet durch die schon lange Saison und immer wieder krankheitsbedingte Ausfälle mussten die Nattheimer TSG-Ringer auch dieses Wochenende kurzfristige Änderungen an der Aufstellung vornehmen. Gegen den Aufsteiger aus Trossingen musste man sich mit 11:16 geschlagen geben. Dabei holte die TSG vier Einzelsiege. Es kam zu engen Kämpfen, und mit etwas Glück hätte mehr drin sein können.

Siegreicher Auftakt

Für einen siegreichen Auftakt sorgten die Nattheimer Ungarn: Tamas Török (57 kg/greco) übernahm gegen den ehemaligen Bundesligaringer Florin Gavrila die Initiative und punktete in der ersten Runde. In der zweiten Runde konnte er erneut eine hohe Wertung erzielen. Mit einem Konter und einem Take-down des Heimringers gab er Punkte ab, und so blieb es beim Punktsieg.

Mihaly Nagy (130 kg/Freistil) kam gegen Andy Ruf zu einem schnellen Schultersieg, einen technischen Überlegenheitssieg für die TSG verbuchte Eduard Davidov (71 kg/Freistil) gegen Sascha Grohs. Mit seiner überlegenen Physis setzte er so von Beginn an entscheidende Akzente.

Den vierten Sieg für die TSG erzielte Trainer Julian Fauth (98 kg/greco). Gegen Marvin Grosch war er zwar zunächst im Rückstand, doch in der Bodenlage konnte Fauth geschickt abwehren und erhöhte gegen Ende geschickt die Schlagzahl. Er erzielte zunächst eine Wertung am Mattenrand und holte sich den Sieg eine Sekunde vor Schluss.

In die andere Richtung entwickelte sich der enge Kampf zwischen Nik Wähner (86 kg/Freistil) und Alexander Kinzel. In der zweiten Runde konnte Wähner mit einem Beinangriff die Führung übernehmen, dies verleitete den Trossinger aber zu einem Angriff kurz vor Kampfende, womit er die Wertung zum Sieg erzielen konnte.

Eine kämpferische Leistung bot Florin Cutitaru (61 kg/Freistil). Bei 0:10 zeigte er Moral, konnte aber nicht mehr als auf 6:10 verkürzen.

Julian Michler (75 kg/greco) wurde nach dem ersten Take-down von Daniel Ehler zwei Mal gedreht und geriet so in Rückstand. Danach musste er noch in die Bodenlage durch Passivität und wurde erneut gedreht. Schließlich blieb es bei der Punktniederlage.

Jan Riek (75 kg/Freistil) konnte seine Angriffe nicht wie gewohnt umsetzen, bis auf eine Wertung am Mattenrand war hier nichts Zählbares zu erkämpfen. Sein Gegner Adrian Rubach setzte sich mit Beinangriffen wiederholt durch. Eine Überlegenheitsniederlage musste Alexander Esslinger (80 kg/greco) gegen Artur Stang einstreichen. Er konnte zwei Mal nach angeordneter Bodenlage die Durchdreher nicht konsequent abwehren und wurde mehrfach gedreht. Dabei bekam er eine zusätzliche Verwarnung und verlor nach Überlegenheit.

Jetzt auf Platz sechs

Mit diesem Ergebnis ist die TSG auf den sechsten Tabellenplatz abgerutscht und muss nun am kommenden Wochenende im Derby gegen den KSV Unterelchingen dringend punkten, um wieder in die vordere Tabellenregion im dichten Mittelfeld zu stoßen.