Nach einer guten Vorbereitung mit unter anderem einem Trainingslager beim KSV Allensbach brennen die Ringer der TSG Nattheim auf den Saisonbeginn. Mit dem SC Korb als Meister und dem Zweitplatzierten und Kreisrivalen TSV Herbrechtingen sind die zwei stärksten Mannschaften in der vergangenen Saison aus der Verbands- in die Oberliga aufgestiegen. Gegen beide Mannschaften musste die TSG Niederlagen einstecken. Eigentlich wären die Nattheimer Dritter geworden. Allerdings führte ein Punktabzug durch das Sportgericht zu einer Rückversetzung auf Rang fünf.

Das Ziel der TSG für die neue Saison: Mit beiden Mannschaften möglichst schnell den Klassenerhalt sicherzustellen und die Platzierungen gegenüber dem Vorjahr zu verbessern. Heißt also für das Verbandsligateam: Platz vier, also im vorderen Mittelfeld, wäre ganz gut, sagt Martin Rößler, bei der TSG für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Nahezu alle Mannschaften in der Liga haben sich gezielt verstärkt, es wird eine recht ausgeglichene Liga erwartet, ohne dass sich bestimmte Favoriten herauskristallisieren. Bemerkenswert: Der Kader der TSG Nattheim ist gleich geblieben, was generell nicht so häufig vorkommt. Rößler wertet dies als ein Zeichen der Stärke, schließlich sind die Ringer aufeinander abgestimmt.

Am Samstag, 3. September, starten die Nattheimer mit einem Heimkampf. In der Verbandsliga trifft die TSG auf Aufsteiger VfL Obereisesheim (19.30 Uhr, Ramensteinhalle). Davor kommt es zum „kleinen Lokalderby“ zwischen der TSG Nattheim II und der TSV Herbrechtingen II in der Landesklasse (17.30 Uhr).

Dabei wird die bisher vorgegebene wechselweise praktizierte Kampffolge nicht mehr angewandt, die Kampfreihenfolge wird nun gelost. Rößler sieht dies positiv. „Bislang standen oft die Ringer in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm unter Druck. Nun könnte jeder den Druck haben, den entscheidenden Kampf bestreiten zu müssen. Jetzt kommt’s darauf an, wie jeder Athlet mit dem Druck umgeht.“