„Bei den Pässen unterscheidet man zwischen dem nationalen und dem internationalen Ausweis erklärt Carla Schweizer vom Heidenheimer Reitverein. Das Dokument ist Voraussetzung, um bei Turnieren an den Start gehen zu dürfen und enthält Informationen wie die Abstammung und den Besitzer des Pferdes.

„Die lilafarbene Passhülle der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) ermöglich darüber hinaus die Teilnahme an internationalen Turnieren“, so Carla Schweizer.

Anders wie bei Personalausweisen enthält das Dokument kein Foto. „Hier gibt es stattdessen ein Diagramm mit Abzeichen“, erklärt die 22-Jährige. Auf der Zeichnung im Ausweisdokument sind Umrisse der rechten und linken Seite des Pferdekörpers zu sehen, die Vorder- und Hinterbeine, der Kopf, das Maul sowie eine Unteransicht des Halses. „In diesem Diagramm werden die besonderen Merkmale des Pferdes eingetragen, wie beispielsweise weiße Fellabschnitte, Wirbel oder Blessen“, sagt die Springreiterin und fügt hinzu: „Eine eindeutige Identifikation ist außerdem über den Chip möglich.“

Im Pferdepass sind auch alle Impfungen eingetragen. „Darauf achten wir bei der Kontrolle besonders“, erklärt Turniertierärztin Melanie Esser-Hönig, die mit ihren Kollegen die Kontrollen durchführt. Demnach muss jedes Pferd gegen Influenza geimpft sein.

Neben den Passkontrollen waren beim Turnier in Heidenheim auch Pferdekontrollen angesetzt. „Hier überprüfen wir unter anderem den Gesundheitszustand der Tiere, achten auf die Ausrüstung und schauen, ob die Pferde Verletzungen haben“, erklärt Melanie Esser-Hönig. Bei einer dieser Kontrollen wurden bei zwei Pferden Risse in den Mundwinkeln festgestellt. „Die beiden Pferde konnten deshalb am weiteren Turnierverlauf nicht teilnehmen“, so die Veterinärin.

Heidenheimer Reitturnier 2022: Das S*-Springen

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