Springen und Laufen, aber auf schmalen Brettern. Die Nordische Kombination gilt als die Königsdisziplin des nordischen Skisports. Die Athleten – fast in der gesamten Historie der Sportart gab es tatsächlich nur männliche Starter, Frauen bestreiten erst seit 2020 Weltcup-Wettbewerbe – messen sich beim Skispringen und im anschließenden Skilanglauf. Seit 1924 ist die Nordische Kombination olympisch, 2030 wird sie allerdings bei den Olympischen Spielen in den französischen Alpen nicht mehr dabei sein. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) strich die Sportart aus dem Programm – unter anderem wegen mangelnder Beliebtheit beim Publikum.
Jan Andersen kennt die Diskussionen um seine Sportart, die er seit knapp 20 Jahren betreibt. „So ein Entscheidungsprozess ist ja sehr langwierig. Nach den Olympischen Spielen in Peking wurde die Nordische Kombination auf die Probe gestellt“, sagt der Kirchheimer, der für den SC Königsbronn startet, aber in Freiburg eine Trainingsgruppe mit Manuel Faißt bildet. „Es gibt Analysen, die besagen, dass die Sportart nicht so begehrt ist. Es werden Einschaltquoten gemessen, man schaut darauf, wie viele verschiedene Nationen vorn dabei sind“, nennt Andersen einige der Punkte. Tatsächlich haben sich wenige Nationen auf die Nordische Kombination spezialisiert – und beherrschen diese Sportart.

