Heidenheim / Thomas Jentscher Der Fechtmeister und Fünfkampftrainer László Sározy starb im Alter von 79 Jahren.

Viele Jahre zählten das Fechten und der Moderne Fünfkampf zu den herausragenden Sportarten in Heidenheim. Ein wichtiger Trainer und eine prägende Gestalt in dieser Zeit war László Sárosy. Nun ist der gebürtige Ungar im Alter von 79 Jahren verstorben.

Vor 65 Jahren in Budapest geboren war Sárosy in jungen Jahren ein erfolgreicher Fechter, der aber schon bald die Trainerlaufbahn einschlug, Sport studierte und das Studium als Sportlehrer und Diplom-Fechtmeister abschloss. 1970 kam er mit seiner Frau nach Deutschland, wo er sich als Landestrainer des Bayerischen Fechtverbandes zunächst in Würzburg niederließ.

Erste Kontakte zur Heidenheimer „Fechtlegende“ Paul Gnaier knüpfte Sárosy bei einem Lehrgang 1977, ein halbes Jahr später war der Wechsel an die Brenz perfekt. Sportliche Erfolge bei seinen Schützlingen stellten sich schnell ein, der größte war die Junioren-Vizeweltmeisterschaft im Damenflorett durch Martina Radecke 1980 in Venedig.

Von Anfang an kümmerte sich Sárosy auch um die fechterischen Fortschritte der Fünfkämpfer und wechselte 1989 ganz zum Verband für Modernen Fünfkampf, war dort als Landestrainer für die gesamt Koordination verantwortlich. Dort erlebte „Lotzi", wie er in Sportlerkreisen genannt wurde, auch seine sportlich erfolgreichsten und schönsten Jahre.

Heidenheims zwölffache Sportlerin des Jahres Sabine Krapf war seine herausragende Schülerin, die ihre Erfolge nicht zuletzt ihren überdurchschnittlichen Fechtleistungen und somit Sárosy verdankt. Simone Gröner und Dagmar Schöke, Thomas Werner, die Frickinger-Brüder, Jörg Ziegler und Carsten Niederberger waren weitere sportliche Aushängeschilder des Verbandes, die durch seine Schule gingen und für zahlreiche nationale und internationale Medaillen sorgten.

Die Berufung zum Damen-Nationaltrainer krönte sein Engagement als Betreuer und Trainer. Sárosy war ein unermüdlicher Kämpfer für seinen Sport. Auch nach dem Eintritt in der Ruhestand 2005 blieb er ehrenamtlich aktiv und seine Kompetenz war im Landesleistungszentrum für Modernen Fünfkampf stets gefragt. Bis vor einigen Monaten betreute Sárosy die Trainingsgruppe der Seniorenturner und die Rückengymnastik.