500 Kilometer in 25 Stunden

Mit heißer Brühe und starkem Team: So schafften es fünf Radler in einem Rutsch von Nattheim bis an den Gardasee

Knapp 500 Kilometer liegen zwischen dem Start auf der Ostalb und dem Ziel am Gardasee. Fünf Rennradfahrer aus der Region bewältigen die Strecke gemeinsam – und erzählen im sechsten Teil der Serie „Im Sattel“ von Kälte in der Nacht, einem besonderen Frühstück am Brenner, der entscheidenden Hilfe ihres Begleitteams und warum das gemeinsame Ankommen wichtiger war als die Dauer der Tour.

Irgendwann hat man von Riegeln, Gels und Elektrolytgetränken einfach genug. Dann kann eine Schüssel heiße Brühe wertvoller sein als jede teure Sportlernahrung. Das haben Thomas Lehner aus Nattheim, Marco Spielberger aus Steinweiler, Andreas Kos aus Heidenheim, Martin Munz aus Bachhagel und Marcus Mönius aus Steinheim auf ihrer außergewöhnlichen Rennradtour intensiv erfahren. Gut 25 Stunden waren die fünf von Nattheim bis an den Gardasee unterwegs, rund 19 Stunden davon saßen sie auf ihren Rennrädern. Im sechsten Teil der Sommerserie „Im Sattel“ erzählt das Quintett von Cappuccino am Brenner, dem Zauber einer wärmenden Suppe mitten in der Nacht – und den erstaunlichen Kräften eines Energydrinks.

Wer fast einen ganzen Tag auf dem Rennrad verbringt, muss vor allem eines beherrschen: essen und trinken, bevor Hunger und Durst überhaupt eine Chance bekommen. Deshalb wurde die Verpflegung beinahe so akribisch geplant wie die Strecke. Und wie bei einem Profiteam stand auch für die Fahrt über die Alpen eine Crew bereit, die den fünf Radlern den Rücken freihielt. Etwa alle zweieinhalb Stunden warteten Tanja Spielberger sowie Jolina und Jannis Lehner, die beiden Kinder von Thomas Lehner, mit dem für nahezu alle Notlagen ausgestatteten Kleinbus. Flaschen wurden aufgefüllt, Snacks gereicht, Kleidung gewechselt. Dazu entstand am Straßenrand regelmäßig ein kleines mobiles Esszimmer – inklusive gemütlicher Stühle für müde Beine.