Schnaitheim / nr Die Athleten von Michael Bechler wollen wieder mit dem Training loslegen.

Normalerweise kämpfen Sportler für ihren Erfolg. Zuletzt hatten sie vielmehr mit der neuen Situation so  ganz ohne Training zu kämpfen. Während die ein oder andere Sportart wenigstens ein bisschen daheim geübt werden kann, gibt es auch Disziplinen, bei denen das einfach unmöglich ist. Hochsprung zum Beispiel. Oder Speerwurf.

„Meine Athleten haben mal einzeln Speere auf einem Acker geworfen“, erzählt Trainer Michael Bechler. „Andere haben Hürden auf einem Radweg aufgebaut, um zu trainieren.“ Notlösungen, aber immerhin. Jetzt freuen sich unter anderem Max Reiher und Janik Hermann darauf, dass es vielleicht bald wieder losgehen kann mit dem Training. Beides sind Kaderathleten, Reiher im Hochsprung und Hermann im Hammerwerfen. „Irgendeine Möglichkeit, sich zu messen, wird es dieses Jahr noch geben. Die Sportler müssen sich ja wieder für den Kader empfehlen“, so Bechler. Die acht Wochen Trainingspause, so sagt er, waren eigentlich schon viel zu lange.

Doch bevor es weitergehen kann, muss erst mal der Sportpark flott gemacht, die Hochsprungmatte wieder ausgepackt werden. „Schon dafür muss ich einen Antrag beim Verein stellen, dass alles wegen der hygienischen Vorgaben korrekt abläuft“, so Bechler über die Schwierigkeiten.

Auch beim Hammerwerfen, einer Disziplin, bei der die Sache mit dem Abstand ganz von alleine klappt, müssten strenge Regeln befolgt werden. Es gibt Vorschriften vom Landesverband und die TSG befindet sich im Austausch mit der Stadtverwaltung. Manchmal sind die Anordnungen für Bechler schwer nachvollziehbar: Der Schulleiter der Mergelstetter Grundschule hat den direkten Vergleich zwischen Schule und Sport und nicht immer ergäben die Maßnahmen Sinn.

Immerhin war es für seine Athleten die ganze Zeit möglich, joggen zu gehen – zuletzt sammelten sie damit Spenden.

Mehrere Jugendliche der TSG Schnaitheim sammelten etwas mehr als eine Woche lang Kilometer für Mukoviszidose-Patienten.