Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat zur Unterstützung der Sportvereine und -verbände in der Pandemiesituation im vergangenen Jahr ein Soforthilfeprogramm aufgelegt. Dieses wurde zwischenzeitlich bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

Insgesamt hat das Land im Rahmen des Soforthilfeprogramms für den Sport bisher etwa 19,1 Millionen Euro bereitgestellt. Da die Mittel für das Programm aber bereits fast vollständig ausgeschöpft sind, hat die Landesregierung entschieden, das Soforthilfeprogramm um weitere sechs Millionen Euro aufzustocken.

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Heidenheim

„Wir hoffen alle, dass die Pandemie bald vorüber ist und wir wieder normal in unseren Vereinen Sport treiben können. Damit das nach der Pandemie auch möglich ist und der Sport im Land ordentlich durch die Krise kommt, haben wir ihn bisher mit verschiedenen Programmen unterstützt“, sagt Sportministerin Dr. Susanne Eisenmann.

Insgesamt fließen nun über 25 Millionen Euro

Mit der Aufstockung um weitere sechs Millionen Euro auf dann 25,1 Millionen Euro soll der Bedarf bis Ende Juni abgedeckt werden. Die Soforthilfe ist für Vereine gedacht, die durch die Corona-Pandemie unverschuldet in existenzgefährdende finanzielle Nöte geraten sind. Voraussetzung für eine Bewilligung der Mittel ist, dass bereits bestehende Hilfen wie die Soforthilfe Corona für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb oder die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld schon ausgeschöpft sind.

Zuschüsse für Übungsleiter

Um die Arbeit in den Vereinen auch in der Krise zu unterstützen, gibt es in der Pandemie nicht nur das Soforthilfeprogramm. Das Sportministerium hatte den Vereinen für die Monate März bis Juni 2020 die vom Land geförderten Übungsleiterzuschüsse ohne den Nachweis von tatsächlich geleisteten Stunden auf der Basis des Jahres 2019 über die Sportbünde ausbezahlt.

Dies war ebenso für die Monate November und Dezember 2020 der Fall, in denen der Sportbetrieb eingeschränkt war. Auch für das Jahr 2021 behält das Sportministerium diese wichtige Unterstützungsmaßnahme bei. Für die Übungsleiterzuschüsse sind im aktuellen Haushaltsjahr 16,7 Millionen Euro veranschlagt.

Sonderprogramm für Sportstättenbau

In der Pandemie hat sich das Land mit den Sportbünden im Februar 2021 in einer herausfordernden Situation auf die Eckpunkte für den Solidarpakt Sport IV verständigt. Der Solidarpakt III läuft zum Ende des Jahres aus. Das strukturelle Fördervolumen des neuen Solidarpakts Sport IV (2022 bis 2026) soll von bislang jährlich 87,5 Millionen Euro um 18 Millionen Euro erheblich aufgestockt werden. Außerdem unterstützt das Land über ein einmaliges Sonderprogramm in Höhe von 40 Millionen Euro den Vereinssportstättenbau in Baden-Württemberg.