Königsbronn / Nadine Rau Die Königsbronner können Meister werden, wenn sie die letzten beiden Spiele nach der Coronakrise noch spielen dürfen und zweimal gewinnen.

Eigentlich haben sie ihr Ziel bereits erreicht: Nach ihrem Abstieg in die Verbandsliga haben sich die Königsbronner Kegler vorgenommen, zumindest im oberen Tabellendrittel mitzuspielen. Zwei Spiele vor Saisonende wurde der Spielbetrieb wegen des Coronavirus gestoppt und mit zwei Zählern Rückstand auf den Spitzenreiter Denkendorf nimmt der SVH Platz zwei ein.

Ärgerlich ist nur, dass gerade die letzten beiden Spiele entscheidend dafür wären, dass die Königsbronner doch noch Meister werden und sich damit die Chance auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga sichern.

Besonders brisant: Das allerletzte Spiel findet gegen Denkendorf statt – ein absolutes Spitzenspiel also zum Abschluss, das alles entscheidet. Zumindest fast. Auch das vorletzte Spiel müsste der SVH für sich entscheiden, hier ginge es aber mit Geislingen gegen einen machbaren Gegner. „Nach der guten Vorrunde wussten wir, dass wir eine Chance auf den Titel haben“, so Mannschaftsführer Paul Oker.

„Genialer Teamgeist“

Angesichts der starken Saison ist er guter Dinge, obwohl die Pause zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt hätte kommen können. „Wir haben einen genialen Teamgeist und es läuft einfach bei uns“, sieht er die positiven Seiten.

Und er weiß schon auch, dass andere Faktoren ebenfalls zu einem noch besseren Ergebnis geführt hätten. „In der Rückrunde hatten wir beim Tabellendritten Hattenburg Verletzungspech und keinen Ersatzmann. Hätten wir das Spiel gewonnen, wären wir jetzt schon durch“, erzählt Oker.

Sollte es mit dem Meistertitel doch noch gelingen, sind die Kegler aber nicht automatisch wieder in der 2. Bundesliga. An einem Doppelspieltag müssten sie dann gegen die Meister der Verbandsliga Baden und der Verbandsliga Südbaden antreten. Wer nach zwei Spielen am wenigsten Holz hat, bleibt in der Verbandsliga, während die beiden ersten mit dem Aufstieg belohnt werden.