Eigentlich hatte es für die deutsche Fecht-Elite gut ausgesehen. In den Disziplinen Herrenflorett und Herrensäbel hatte bereits je ein Team die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele geschafft und damit auch drei Einzelstartplätze gesichert.

Ein Athlet pro Nation

Um die deutsche Mannschaft noch zu erweitern, ging am vergangenen Wochenende Stephan Rein bei der Zonenqualifikation in Madrid auf die Planche. In den Disziplinen, in denen der Deutsche Fechter-Bund (DFB) keine Qualifikanten aufgrund der Weltranglistenposition aufbietet, bestand in Spanien für einzelne Sportler die letzte Möglichkeit, sich einen letzten Startplatz zu erkämpfen. Pro Nation und Disziplin durfte nur ein Athlet teilnehmen und nominiert werden. Folglich qualifizierte sich für Tokio nur der Sieger der jeweiligen Disziplin.

Zweite Auflage der German Masters Wie erfolgreich waren die HSB-Fechter in Bonn?

Heidenheim/Bonn

Am Sonntagvormittag trat Stephan Rein bei den Degenherren an. Durch eine starke Vorrunde mit vier Siegen und einer knappen Niederlage hatte er sich eine gute Platzierung erarbeitet. Gegen den späteren Zweitplatzierten Jonathan Svensson aus Schweden konnte er die Direktausscheidung jedoch nicht für sich entscheiden: Der Heidenheimer verlor knapp mit 14:15 und wurde am Ende Zehnter in Madrid. Damit ist eine Nominierung für Tokio ausgeschlossen.

Im vergangenen Monat kam Rein beim World Cup in Kazan, der vom 19. bis zum 21. März stattfand, auf Platz 66. Zuvor wurde der 32-Jährige Zweiter bei der zweiten Auflage der German Masters in Bonn.