Seit dem Online-Battle im Sommer 2020 hatten die Kämpfer der Sambo-Abteilung des HSB aufgrund der Coronapandemie und den damit zusammenhängenden Einschränkungen keine Möglichkeit mehr, an Wettbewerben und Turnieren teilzunehmen. Um dennoch aktiv zu bleiben, starteten die Samboka nun bei der Deutschen Meisterschaft im artverwandten Grappling. In Dresden hatten die HSB-Kämpfer gegen die starke Konkurrenz allerdings wenig Chancen.

Die Teilnahme der Heidenheimer Kämpfer bei der Grappling-DM war möglich, weil die Sambo-Abteilung des HSB auch Mitglied im austragenden Verband „GAMMAF“ ist und in der Vergangenheit auch erfolgreich an Turnieren teilgenommen hat. Zuletzt sicherten sich bei der deutschen Amateur-MMA-Meisterschaft die Kämfer Schelhorn und Berg Jun. in ihren jeweilligen Gewichtsklassen den Vize- und den Meistertittel.

Weil Wettkämpfe im Sambo und dem Amateur-MMA seit Februar des laufenden Jahres nicht möglich waren, freute sich die Sambo-Abteilung umso mehr über die Ausschreibung für das Grappling-Turnier. Grappling ist die brasilianische, abgewandelte Form des Jiu Jitsu, bei der der Fokus auf den Bodenkampf gerichtet ist – eine Disziplin, die den Sambo-Kämpfern zwar sehr vertraut ist, dennoch nicht den Kern im Training darstellt.

Daher schickte die HSB-Sambo-Abteilung zwei ihrer erfahrensten Kämpfer an den Start. Zudem wären weitere Sportler des HSB angedacht gewesen, darunter der Grappling-Trainer Wladimir Berg Senior, der den Termin allerdings absagen musste. Bei der Leistungsgruppe der Experten in der Gewichtsklasse bis 83,9 kg trat für die Heidenheimer Juri Leu an. Jasmin Begisholli ging in der Gewichtsklasse bis 95 kg bei den Beginnern an den Start.

Insgesamt kämpften 93 Teilnehmer um den Deutschen Meistertitel in den jeweiligen Klassen – und zudem auch um den Einzug zur Europameisterschaft.

Jasmin Begisholi und Juri Leu hatten wenig Glück und konnten sich gegen die starke Konkurrenz nicht behaupten. Dabei lief es beiBegisholi zunächst außerordentlich gut. Durch eine Hebeltechnik am Arm konnte er den ersten der drei Kämpfe für sich entscheiden. Den zweiten verlor er durch eine Unachtsamkeit und geriet dadurch in einen Würger, den er nicht abwehren konnte. Den dritten Kampf, bei dem er sich eine Verletzung am Knie zuzog, musste er vorzeitig abbrechen.

Juri Leu verlor seinen ersten von zwei Kämpfen nach Punkten, die sein sehr erfahrener Gegner direkt zum Beginn der Kämpfe sicherte und ihm im weiteren Verlauf keine Chance ließ, den Rückstand aufzuholen. Der zweite Kampf um den Einzug ins Viertelfinale verlief ausgeglichen. Nach rund zwei Minuten sicherten sich beide Athleten einen Ansatz zum Fußhebel, den beide zunächst abwehrten um danach einen neuen Angriff zu starteten. Allerdings war Leus Gegner dabei ein wenig schneller und konnte ihn somit zur Aufgabe zwingen.