Heidenheim / Lis Fautsch Beim Turnier in Friedrichshafen wird Anna Karsten Zweite und Matthew Bülau Dritter.

Einen richtig guten Start in die neue Saison erwischten die U-17-Degenfechter des HSB beim Turnier in Friedrichshafen. Allen voran zeigte Matthew Bülau, der noch bei der U 15 startberechtigt ist, dass er auch bei den Älteren schon mithalten kann.

An Nummer 5 gesetzt, schaffte er es mit Siegen über Cornelius Wall aus Südholstein (15:2), Mika Ehringhaus aus Dillenburg (15:11) und den Leverkusener Benedict Gerhartz (15:12) ins Viertelfinale.

Hier traf er auf seinen Klubkameraden Benedict Schenkengel. Der war etwas wackeliger ins Turnier gestartet, steigerte sich aber in den Direktausscheidungen kontinuierlich, schlug den amtierenden deutschen B-Jugend-Meister Julius Ruppenthal aus Waldkirch mit 15:9, Anton Beskorovainyi aus Berlin mit 15:8 und Benjamin Schwitzer aus Heidelberg mit 15:11.

Bülau setzte sich im Viertelfinale mit 15:9 gegen Schenkengel durch, der im Endklassement Platz sieben belegte. Das Halbfinale wurde dann zum wahren Krimi. Gegen den Mannheimer Michael Trebis musste sich Bülau äußerst knapp mit 14:15 geschlagen geben und wurde damit Dritter.

Und noch zwei weitere Heidenheimer hatten es in die Runde der besten acht geschafft: Neuzugang Henri Breker zeigte seine Ambitionen auf einen Quotenplatz für die internationalen Turniere mit Platz fünf. Im Viertelfinale musste sich nur knapp 14:15 gegen die Nummer 1 der deutschen Rangliste, Keanu Nagel aus Krefeld, geschlagen geben. Jonas Boorz schaffte es auf Platz acht, verlor im Viertelfinale ebenfalls 14:15 gegen Ian-Etienne Kolditz aus Leverkusen.

„Dass wir mit Bülau einen auf dem Treppchen und mit Schenkengel, Breker, Boorz noch drei weitere unter den besten acht hatten, übertrifft unsere Erwartungen. Wir hatten sogar Chancen auf mehrere Medaillen“, so Trainer Jannis Blank. Die Arbeit der letzten Jahre im Jugendbereich zeige sich jetzt in den Turnierresultaten, die Heidenheimer Fechter seien national sehr stabil geworden. Blank: „Nun fahren wir mit sieben Fechtern auf das erste internationale CC-Turnier in Budapest am 5. Oktober, wo wir uns natürlich auch einiges in Richtung Welt- und Europameisterschaft erhoffen.“

Am Sonntag war der weibliche Nachwuchs an der Reihe, für die jungen Damen war das Turnier der erste wichtige Schritt auf dem Weg zur Qualifikation für die Europa- und Weltmeisterschaften im Februar.

Aus Heidenheimer Sicht setzte vor allem Anna Karsten mit Platz zwei ein Ausrufezeichen. Sie musste sich erst im Finale gegen die Luxemburgerin Anna Zens mit 7:15 geschlagen geben. In den Gefechten vorher zeigte Karsten ihre volle Nervenstärke. Nach Siegen gegen Alina Reihs aus Solingen (15:7) und Grete von Wolff aus Elmshorn (15:12) musste sie im Achtelfinale gegen ihre Vereinskollegin Giulia Albrecht antreten, die sich letztes Jahr für die Weltmeisterschaften der Kadetten in Foggia qualifiziert hatte.

Karsten behielt im vereinsinternen Duell mit 15:11 die Oberhand und ließ auch im Viertelfinale gegen Sarah Brumann aus Augsburg mit 15:11 nichts anbrennen. Im Halbfinale stand sie der Tauberbischofsheimerin Katharina Kozielski gegenüber, die vorher die Heidenheimerin Carolina Alves de Lima mit 15:12 besiegt hatte. Nach einem spannenden Kampf setzte Karsten zum Schluss den entscheidenden Treffer zum 15:14-Erfolg und ließ ihrer Freude freien Lauf.

Mit Alla Zittel schaffte es ein weiteres Heidenheimer Aushängeschild ins Viertelfinale. Sie unterlag im Kampf um eine Medaille gegen Lina Zerrweck aus Tauberbischofsheim. Auch die weiblich U 17 des HSB hat sich damit sieben Quotenplätze für die internationalen CC-Turniere gesichert und kann am 26. Oktober mit gestärktem Selbstvertrauen zum ersten Wettkampf nach Klagenfurt fahren.