Die Samboabteilung des Heidenheimer Sportbundes richtet am Samstag die Deutsche Meisterschaft aus. Dabei geht es in der MPG-Halle (Beginn 10 Uhr) um ganz verschiedene Titel. Denn es handelt sich um eine offene Deutsche Meisterschaft, die sogenannte „Heidenheim Open“. „Das Turnier ist verbandsoffen, das heißt, es können auch Kämpfer aus ähnlichen Kampfsportarten wie Judo, Mixed Martial Arts und Jiu-Jitsu teilnehmen“, erklärt Juri Maker, Trainer und Abteilungsleiter des Heidenheimer Sambo-Teams.
Auch Combat-Sambo im Programm
Gekämpft wird sowohl nach den klassischen Sport-Sambo-Regeln als auch in der etwas abgewandelten Disziplin Combat Sambo. Die Sportart entstand in den 1920er-Jahren, als die sowjetische Armee aus den Techniken der japanischen Kampfkünste Judo und Jiu-Jitsu sowie weiteren ringerischen Elementen eine eigene Sportart entwickelte.
Sambo ist besonders wurfintensiv. Ziel ist es, den Gegner am Boden zu kontrollieren und zu fixieren. „Schläge, Tritte und Würgegriffe sind nur im Combat Sambo erlaubt. Die jüngeren Teilnehmer im Alter von sechs bis 16 Jahren treten nach den reinen Sport-Sambo-Regeln an, die Älteren kämpfen Combat Sambo. Das ist die Vollkontaktversion der Sportart, bei der sehr viel mehr Techniken erlaubt sind“, fasst Maker zusammen.
Mehrere Lokalmatadore am Start
Am Samstag darf sich das Publikum auf einige starke Heidenheimer Athleten freuen. „Vom Sambo-Team Heidenheim gehen 15 Kämpfer an den Start, wir sind in allen Gewichtsklassen vertreten. Ich rechne mit mindestens fünf Titeln“, blickt Maker optimistisch auf das anstehende Event. Neben einigen Debütanten aus den eigenen Reihen, die ihre ersten Kämpfe direkt vor Heimkulisse bestreiten, freut sich der Trainer besonders auf das Comeback von Gregor Hörth: „Gregor hat letztes Jahr knapp die deutsche Meisterschaft verpasst und sich nach einem Armbruch wieder zurückgekämpft.“
Angesprochen auf die Vorbereitung seiner Schützlinge sagt der Heidenheimer Trainer: „Die Vorbereitung verlief eigentlich sehr gut, allerdings lagen auch die Feiertage dazwischen. Wie diszipliniert und gewissenhaft das Team war, werden wir am Samstag sehen.“

