Barcelona / lf Nach sechs Siegen in der Vorrunde landete Lis Fautsch direkt in der Top 64.

Für die Damendegenmannschaft des HSB stand der Weltcup in Barcelona auf dem Programm. Barcelona ist bekannt dafür, der stärkste Weltcup der Saison zu sein und es waren nicht weniger als 276 Fechterinnen aus über 50 Nationen eingeschrieben. Die HSBlerin Lis Fautsch schaffte eine makellose Vorrunde von sechs Siegen und konnte, als 13. gesetzt, den Direktaufstieg ins 64er Tableau feiern.

Sophia Weitbrecht, Nadine Stahlberg, Anna Hornischer, Vanessa Riedmüller und Anna Jonas, die vor kurzem zur Mannschaft des Jahres in Heidenheim gewählt wurden, starteten gemischt in den Wettkampf. Jonas konnte nur einen Sieg verbuchen, während Stahlberg, Weitbrecht und Hornischer jeweils drei Siege und Riedmüller vier Siege erfechten konnten.

Im 256er K.O. gewann Stahlberg knapp gegen die Belgierin Aube Vandingenen 15:14, konnte sich im Gefecht um den Einzug ins 64er Tableau aber nicht gegen die Koreanerin Kim durchsetzen, verlor 9:15 und wurde 96. Anna Hornischer gewann ihre erste Direktausscheidung souverän gegen die Österreicherin Martina Reumüller 15:9, verlor anschließend gegen die Russin Violetta Khrapina und belegte Platz 141.

„Da müssen wir noch mehr Arbeit reinstecken“

Riedmüller, die nach einem Freilos gegen die Peruanerin Doig 15:10 gewinnen konnte, verlor am zweiten Wettkampftag gegen die Italienerin Beatrice Cagnin 15:10 und belegt Platz 78. Sophia Weitbrecht gewann ihr Auftaktgefecht gegen die Japanerin Honami Suzuki, verlor anschließend gegen die Amerikanerin Van Brummen knapp 13:15 und belegt Platz 150. „Dass keine unserer Nachwuchsfechterinnen den Sprung in die Top 64 geschafft hat ist ernüchternd. Da müssen wir noch mehr Arbeit reinstecken“, so Trainer Hans-Jürgen Hauch.

Somit war Lis Fautsch die einzige HSBlerin, die am zweiten Wettkampftag noch im Rennen war. Hier erwartete sie die Italienerin Francessca Boscarelli. Boscarelli, eine erfahrene Fechterin, die früher Teil der italienischen Nationalmannschaft war, konnte sich schnell mit zwei Treffer absetzen. Fautsch brauchte bis zum Stand von 11:12 um sich auf einen Treffer ranzuarbeiten und konnte durch erhöhten Druck den 14:14-Ausgleich erzwingen. Allerdings gelang es ihr nicht diesen Druck im Sudden Death aufrecht zu erhalten und musste einen Gegentreffer der Italienerin zum 15:14 hinnehmen. Im Endklassement belegt Fautsch Rang 44.

Im Sudden Death falsch reagiert

„Meine Gegnerin wäre definitiv machbar gewesen, aber ich habe im Sudden Death falsch reagiert und mich nicht an den Plan gehalten“, so Fautsch, die auf ihre Leistung in der Runde dennoch zufrieden ist. „Es waren alles sehr taktische Gefechte und ich konnte durch mentale Stärke viele wichtige Treffer in den entscheidenden Situationen setzen.“

Auch HSBler Stephan Rein, der beim Weltcup in Vancouver auf der Planche stand, konnte nur Platz 147 unter 200 Fechtern erreichen. Nach zwei Siegen und vier Niederlagen in der Vorrunde verlor er sein erstes Gefecht gegen den Japaner Akira Komata 15:10.

Als nächstes folgt für Damendegen das U23 European Circuit in Mannheim Ende Februar, welches gleichzeitig als deutsches Ranglistenturnier gewertet wird. Im Herrendegen findet dieses in Berlin statt. Am 10. März geht es nach Budapest zum letzten Grand Prix, der für die Olympiarangliste zählt. Lis Fautsch