Bereits zum 34. Mal war die Fechtabteilung des Heidenheimer Sportbundes am vergangenen Wochenende der Ausrichter des Hartmann Cups, der seit dem Jahr 2007 zur Turnierserie der Cadet Circuits des Europäischen Fechtverbandes angehört. Bei diesen Turnieren der U 17 geht es um wichtige Punkte für die Qualifikation zu den Kadeten-Europameisterschaften, die im Frühjahr im estischen Tallinn stattfinden.

Für das Großereignis konnten sich die HSB-Fechterinnen Daria Yoosefi und Lisa-Marie Nüsseler bereits durch Topergebnisse in den vergangenen Monaten empfehlen. Beim Heimturnier blieben die zwei Nachwuchstalente in der Einzelkonkurrenz zwar unter ihren eigenen Erwartungen, im Teamswettbewerb erkämpfte sich das Heidenheimer Duo mit der deutschen Mannschaft aber die Silbermedaille.

229 Fecht-Talente am Start

Bei dem Traditionsturnier stimmte der Rahmen: 229 Teilnehmerinnen aus 21 Nationen traten beim Einzelwettkampf im Damendegen an. Mit Fechterinnen aus Australien und Singapur kamen auch nicht-europäische Nationen in die Karl-Rau-Halle. Im Kampf um die Spitzenplätze waren aber Talente aus traditionellen Fechtnationen ganz vorne mit dabei.

Sowohl im Einzel, als auch im Team Wettbewerb konnten sich die Sportlerinnen aus Ungarn hervortun. So schafften es gleich vier Ungarinnen in das Finale der besten acht. Siegerin des 34. Hartmann Cups wurde Greta Gachalyi vor ihrer Landsfrau Hanna Terhes. Auf den beiden dritten Plätzen landeten Blanka Virag Nagy (ebenfalls Ungarn) und Elle Meihui Koh (Singapur).

Nüsseler im Einzel beste Heidenheimerin

Die beste Deutsche Teilnehmerin wurde als Zehnte die Heidelbergerin Eva Steffens. Bis in die Runde der besten 32 schafften es mit Lea Maria Stumpf (Bonn) und Matilda Kunisch (Frankfurt) zwei weitere Deutsche. Für den HSB gingen unter 60 deutschen Teilnehmerinnen gleich neun Fechterinnen an den Start. Fünf von ihnen qualifizierten sich für die Direktausscheidung.

Bereits in der Runde der letzten 128 schied mit Daria Yoosefi eine Favoritin im deutschen Team aus dem Turnier aus. Eine Runde weiter ging es für Lisa-Marie Nüsseler und Katie Busch. Nüsseler traf auf die Ungarin Lotti Horvath, der sie mit 10:15 unterlag. Busch musste sich nach lange ausgeglichenem Kampf der Britin Harriet Hillier mit 13:15 geschlagen geben. Die beiden Heidenheimerinnen belegten somit die Plätze 51 und 63 und sorgten für die besten Ergebnisse aus Sicht der Gastgeber.

Deutsches Duell im Team-Halbfinale

Im Nationenwettbewerb der Teams nahmen 23 Mannschaften aus 13 Nationen teil. Und dort lief es für den Deutschen Fechterbund deutlich besser. Mit starken Leistungen holte sich das Team Deutschland I mit Eva Steffens (Heidelberg), Cagla Aytekin (Frankfurt), Daria Yoosefi und Lisa-Marie Nüsseler (Beide Heidenheim) den zweiten Platz. Nach einem Freilos entschied das Team unter der Leitung von Bundestrainer Dirk Schiffler und Landestrainer Piotr Sozanski ihr Auftaktgefecht gegen Tschechien für sich.

Das deutsche Team mit (von links) Eva Steffens, den HSBlerinnen Daria Yoosefi und Lisa-Marie Nüsseler sowie Cagla Aytekin sicherte sich die Silbermedaille.
Das deutsche Team mit (von links) Eva Steffens, den HSBlerinnen Daria Yoosefi und Lisa-Marie Nüsseler sowie Cagla Aytekin sicherte sich die Silbermedaille.
© Foto: Jörg Busch

Im Viertelfinale kam es somit zum Aufeinandertreffen mit der zweiten deutschen Mannschaft mit den Fechterinnen Fiona Illig (Kaufbeuren), Lea Marie Stumpf (Bonn), Nora Olsen (Leipzig) und Fiona Fricke (Frankfurt). Deutschland II konnte im Achtelfinale mit einem Sieg gegen die Favoritinnen aus Italien überraschen.

Deutsche Fechterinnen unterliegen im Finale gegen Ungarn

Im deutschen Duell setzte sich schließlich Team I durch und zog mit einem weiteren Sieg über die Polinnen ins Finale ein. Deutschland II schaffte es in den Platzierungsgefecht schließlich auf den achten Platz.

Sieger des Finals gegen Deutschland und somit Gewinner des Nationen Cups wurden die starken ungarischen Fechterinnen. Obwohl der anfängliche Rückstand durch Eva Steffens noch eingeholt werden konnte, reichten die Bemühungen der Deutschen am Ende nicht mehr. Die Ungarinnen besiegten die deutsche Auswahl im Finale mit 45:38 und sicherte sich Gold.

Polinnen holen sich Bronze

Die jungen Degendamen des Deutschen Fechterbundes zeigten nach dem Gewinn der Silbermedaille beim Turnier in Grenoble auch vor heimischer Kulisse, dass sie zu den europäischen Topnationen gehören.

Das Gefecht um Platz 3 lieferten sich die zwei Mannschaften aus Polen. Am Ende konnte sich Polen I mit 37:36 gegen Polen II durchsetzen und sicherte sich Bronze.

Erfolge bei der Landesmeisterschaft Heidenheimer Fechter räumen Titel ab

Heidenheim

Hartmann-Cup in der Karl Rau Halle

Bildergalerie Hartmann-Cup in der Karl Rau Halle