Traumhafte Wetterbedingungen und ein Rasenplatz, wie er besser nicht hätte sein können: Bei der 44. Auflage des Aufhausener Reitturniers herrschten optimale Bedingungen für Ross und Reiter – trotz des Gewitters. Sportlicher Höhepunkt war das S*-Springen, das Bernd Knorr aus Forchheim für sich entschied.

Das Unwetter am Samstagnachmittag, das für eine kurze Unterbrechung sorgte, hatte sogar etwas Gutes, denn der Regen machte den Rasenplatz noch besser bereitbar. Zum Auftakt zeigten am Freitag die Dressurreiter ihr Können, ehe die Springreiter am Samstag und am Sonntag in den Parcours gingen.

Reitturnier des RFV Aufhausen 2022

Bildergalerie Reitturnier des RFV Aufhausen 2022

Carla Schweizer gut unterwegs

Dabei sicherte sich Carla Schweizer vom RV Heidenheim am Samstag sowohl in der Springprüfung Klasse M* als auch in der Punktespringprüfung Klasse S* im Sattel von V Power DK jeweils den dritten Platz. Am Sonntag kam die 22-Jährige auf ihrer Stute in der Stilspringprüfung Klasse M* ebenfalls auf Rang drei.

Höhepunkt war in gewohnter Manier das S*-Springen mit Siegerrunde am Sonntagnachmittag, das rund 400 Zuschauer an die Reitanlage in Aufhausen lockte. Sieger des Großen Preises der Stadt Heidenheim war in diesem Jahr Altmeister Bernd Knorr, der das schwere Springen im Sattel von Haysome bereits im Jahr 2020 gewinnen konnte.

Souveräne Vorstellung von Knorr

Zuvor hatte Knorr die Punktespringprüfung der Klasse M* für sich entschieden und ging mit Selbstvertrauen ins schwere Springen. Dort zeigte der Reiter vom RC Forchheim eine souveräne Vorstellung. Einen kleinen Wackler am ersten Hindernis der Siegerrunde nahmen Ross und Reiter gelassen und sicherten sich mit zwei fehlerfreien Durchgängen den Großen Preis. Vorjahressieger Marcel Baßler vom RFV Aalen-Waldhausen kam mit acht Fehlerpunkten auf Rang zwei.

An drei Turniertagen sahen insgesamt rund 900 Zuschauer großartigen Reitsport. Turnierorganisatorin Gudrun Junginger zeigte sich sehr zufrieden. „Klar hatten wir Jahre, in denen wir allein am Sonntag zum S-Springen rund 1000 Besucher hatten. Ich denke aber, dass das nach der Corona-Zeit einfach ein bisschen braucht, bis es wieder anläuft“, sagte die RFV-Vorsitzende und ergänzt: „400 Zuschauer allein zu den großen Springen am Sonntag sind eine Zahl, die sich durchaus sehen lassen kann.“

Keine Kritik am Rasenplatz

Hinter den Kulissen sorgten heuer rund 200 Helferinnen und Helfer für einen reibungslosen Turnierablauf. „Darauf bin ich besonders stolz“, sagt die Veranstalterin und fügt hinzu: „Wir machen alles selbst – auch das Catering, bei dem sogar die Eltern unserer Reitschülern mithelfen.“

Insgesamt war das Turnier in Aufhausen mit rund 200 Reitern und 300 Pferden gut besucht. „Wir hatten 477 Starts und es gab zu den Springen noch Nachmeldungen, nachdem die Reiter gesehen haben, dass der Boden wirklich gut ist“, so Gudrun Junginger.

Das Sorgenkind Rasenplatz, hinter dem Turnierveranstalterin Gudrun Junginger eine Hemmschwelle bei den Meldungen vermutete, erwies sich als unbegründet. „Ich habe von vielen Reitern gehört, dass der Boden richtig gut war und viele Vereinskameraden sich ärgern würden, weil sie nicht gestartet sind.“

Die Tendenz läuft also in die Richtung, die Springen auch im kommenden Jahr auf dem Rasenplatz auszurichten und nicht, wie angedacht, auf den Sandplatz zu verlegen. Die endgültige Entscheidung darüber steht aber noch aus.