Cottbus / dpa Das war mal wieder typisch Pokal: Der Rekordmeister arbeitet in Cottbus nicht mehr, als er unbedingt muss.

Wieder spielerische Mängel und ein langes Zittern: Titelverteidiger Bayern München hat im DFB-Pokal mit mehr Mühe als gedacht die erste Hürde genommen. Der Doublesieger kam in der ersten Hauptrunde beim mutigen Viertligisten Energie Cottbus zu einem erst am Ende deutlichen 3:1 (1:0) und machte deutlich, wie nötig weitere Neuverpflichtungen sind.

Vor 20 600 Zuschauern im restlos ausverkauften Stadion der Freundschaft erzielten Robert Lewandowski (39.), Kingsley Coman (64.) und Leon Goretzka (85.) die Tore für den 19-maligen Pokalsieger. In der Nachspielzeit verkürzte Berkan Taz per Foulelfmeter (90.+2). Für Lewandowski war es der 34. Pokaltreffer. Damit zog der Pole in der Liste der noch aktiven Pokaltorschützen wieder mit dem führenden Peruaner Claudio Pizarro (Werder Bremen) gleich.

Vier Tage vor dem Start der Bundesliga mit dem Heimspiel gegen Hertha BSC am Freitag (20.30 Uhr/ZDF und DAZN) wirkte das Spiel der Bayern oft wenig durchdacht und zeitweise harmlos. Wie schon beim 0:2 im Supercup-Finale gegen Borussia Dortmund fehlte vorne die Effizienz. Die Cottbuser Fans sangen: „Deutscher Meister –  keiner weiß warum.“

Bayern-Trainer Niko Kovac hatte die Partie gegen den Regionalligisten äußerst ernst genommen und seine Stars nicht geschont. Vorne begann Robert Lewandowski, Thomas Müller und Kingsley Coman kamen über die Flügel. In der Zentrale verteidigte Weltmeister Benjamin Pavard neben Niklas Süle, wirkte aber sehr unsicher. Jerome Boateng, Leon Goretzka und Serge Gnabry saßen zunächst nur auf der Bank.

Rekordtransfer Lucas Hernandez gab nach seiner Knieverletzung in der 89. Minute sein Pflichtspiel-Debüt. Im Anflug soll Ivan Perisic von Inter Mailand sein. Der Kroate absolvierte bereits den Medizincheck. sid