Friedrichshafen/Rottenburg / mha Serienmeister VfB Friedrichshafen und TV Rottenburg starten mit unterschiedlichen Vorzeichen in die Saison.

Australien, Deutschland, Estland, Nord-Mazedonien, Österreich, Slowakei, Rumänien, Tschechien und die USA: Im rundum erneuerten Volleyball-Team von Chef-Trainer Michael Warm und Co-Trainer Patrick Steuerwald sind in dieser Saison so viele Nationen vertreten, wie wohl lange nicht mehr. „Wir haben einige sehr interessante Spieler im Kader, die es in ihren bisherigen Teams jeweils gewohnt waren, Verantwortung zu übernehmen“, sagt der Trainer des VfB Friedrichshafen. „Jetzt gilt es in der Kürze der Zeit, diese Persönlichkeiten zum neuen VfB zusammenzufügen und die jeweiligen Stärken optimal aufs Feld zu bringen.“

Nun richtet sich der Fokus der Mannschaft auf den Bundesliga-Start am Samstag, wenn um 19.30 Uhr in der heimischen ZF-Arena die Heitec Volleys Eltmann zu Gast sind. Für den amtierenden Meister der 2. Bundesliga Süd ist es die erste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte.

Achten in der Verantwortung

Beim TV Rottenburg hat nach 17 Jahren die Ära von Trainer-Urgestein Hans-Peter Müller-Angstenberger geendet. „Selbstverständlich ist die Veränderung auf der Cheftrainerposition zu Christophe Achten die größte Veränderung im Klub, denn niemals zuvor gab es einen anderen Trainer“, sagt TVR-Manager Peter Vollmer. Achten arbeitete zuletzt in Finnland und wird abseits des Bundesliga-Alltags weiterhin die Nationalmannschaft Islands betreuen.

In Lorenz Karlitzek, Leon Dervisaj, Taichi Kawaguchi (Japan), Karl Apfelbach (USA), Jared Jarvis (Kanada) und James Weir (Australien) wurde der Kader auf sechs Positionen verändert, hinzu kamen Änderungen im System. „Nach einigen schwachen Saisons ruht hier auch die größte Chance, um sportlich wieder mehr Erfolge zu feiern“, sagt Vollmer und erklärt: „Der Wechsel auf der Trainerbank wird automatisch zu einem neuen Spielsystem führen, was uns unberechenbarer macht als in den vergangenen Jahren.“ Sportlich eigentlich abgestiegen, stellte der TVR einen Antrag auf den Verbleib in der 1. Bundesliga – erfolgreich.

Haching vor dem Aus

Nun reisen die Rottenburger am Sonntag (17 Uhr) nach Innsbruck zu den AlpenVolleys Haching, denen das finanzielle Aus droht. Geldgeber Hannes Kronthaler ist mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Fusionsvereins aus TSV Unterhaching und Hypo Tirol Innsbruck unzufrieden. „Die Tendenz ist: Wenn es so bleibt, wie es jetzt ist, werde ich mich zurückziehen“, sagte Kronthaler der „Süddeutschen Zeitung“ vor dem Saisonstart. mha/swp