Der Giengener Verein Auxilium veranstaltete zum zweiten Mal einen Lauf zugunsten von Kindern in Madagaskar. An zwei Tagen liefen Freiwillige insgesamt 8440,36 Kilometer. Entsprechend gehen (mindestens) 8440,36 Euro an Pater Stefano, der Kinder und Jugendliche in Madagaskar betreut, sagt Vereinsvorsitzende Marion Höpfner. Pater Stefano sei bereits über die Summe informiert und freue sich, nicht zuletzt aufgrund der sehr prekären Situation in Madagaskar, über die zusätzliche finanzielle Unterstützung.

Zum Spendenlauf waren alle Athleten aus der Region aufgerufen. Die größte Kilometerleistung von knapp 1000 Kilometern schaffte eine Gruppe, aus der sich einige zum Ziel gesetzt hatten, innerhalb von 24 Stunden auf den Spuren des DonAuWald-Wanderwegs 120 Kilometer zu erlaufen. Dies hatte der Gundelfinger Stefan Hackenberg organisiert.

127 Kilometer in 23 Stunden

Einige Athleten aus dieser Gruppe schafften es nicht aufgrund der Hitze, erzählt Höpner. „Viele liefen sich Blasen, teilweise große und blutige“, so die Vereinsvorsitzende weiter. Eine Läuferin aus Schwabmünchen habe dabei den Rekord aufgestellt: 127,79 km in 23:18:36 Stunden. „Das sind drei Marathons ind 24 Stunden“, zeigt sich Höpner begeistert.

„Eine Schulklasse aus dem Dillinger Raum war ebenso für den guten Zweck zum Kilometer sammeln unterwegs, wie eine Gesamtschule aus dem Alb-Donau-Kreis. Vereine aus der Region und aus ganz Deutschland haben den Auxilium-Lauf als Saisonauftakt, Leistungsstand-Test, als gemeinsamen Hobby-Lauf und ähnliches genutzt“, erklärt Höpner weiter.

„Wir haben Meldungen von vielen ,Wiederholungstätern‘ erhalten, die bereits beim ersten Auxilium-Lauf dabei waren, konnten aber auch sehr viele neue Läufer, Spaziergänger, Wanderer und Walker aktivieren. Es wurde gelaufen, gejoggt, spaziert, gewandert, mit und ohne Kinderwagen, von jung und alt.“

Rauf auf die Zugspitze

In der Region (Landkreise Dillingen, Heidenheim, Ulm, Günzburg), im weiteren Süddeutschland, in ganz Deutschland, auf Naxos (eine griechische Insel) und sogar in Mexiko seien „Auxilium-Kilometer“ gesammelt worden. Eine Gruppe von 21 Wanderern hat die Zugspitze erklommen und uns ebenso die erwanderten Kilometer „gespendet“, wie viele Trailrunner aus einem Verein mit Sitz in Asselfingen.

Nun gebe es Überlegungen, ob der nächste Lauf im Herbst stattfinden kann.