Schon seit vielen Jahren gehört diese Laufveranstaltung für viele Läufer des TV Steinheim dazu: Der Großklockner-Berglauf in Heiligenblut. Dieses Jahr nahmen daran Tanja Simm und Winfried Nachtigal teil, außerdem starteten auch Sina Maier von der TSG Giengen und Johann Hiller vom SV Bissingen.

Dieses Jahr war am höchsten Berg Österreichs allerdings wegen der Coronapandemie nichts so wie sonst. Die Organisatoren wollten die Läufer mit einer Absage verschonen und bieten daher zumindest an, dass man den Lauf mit einer App am Handy absolvieren kann.

Schon seit dem 28. Juni und noch bis zum 30. September können die Starter die 13 Kilometer lange Strecke mit 1265 Höhenmetern von Heiligenblut zur Franz-Josefs-Höhe individuell absolvieren.

Tanja Simm, die bereits das zehnte Mal dabei ist und zufällig auch die Startnummer zehn erhielt, bewältigte die traumhaft schöne, aber sehr anspruchsvolle Strecke in 2:56 Stunden. Winfried Nachtigal, zum dritten Mal dabei, benötigte 3:06 Stunden.

Die Kühe im Weg

„Die Strecke war gut ausgeschildert. Allerdings waren an den normalerweise offenen Tiergattern entweder Treppen oder Umgehungen. Versperrt wurde die sonst beim offiziellen Lauf freigemachte Strecke nun teilweise auch durch Kühe“, erzählt Nachtigal. „Wir haben es eher als entspannten Trainingslauf ohne allzu großen Ehrgeiz angesehen und die Aussicht und das schöne Wetter genossen“, so Simm, deren Bestzeit auf der Strecke 2:13 Stunden beträgt. Auch Nachtigal lief bei den offiziellen Läufen in den vergangenen beiden Jahren eine gute halbe Stunde schneller.

Sina Maier und Johann Hiller kamen beide nach 2:07 Stunden im Ziel auf 2370 Höhenmetern an. Die gewohnte Wettkampfatmosphäre, das Adrenalin und das Anfeuern durch Zuschauer, so schildern die zwei, fehlten natürlich. Dadurch sei ein völlig anderes Laufgefühl entstanden.

Durch die optimalen Wetterbedingungen konnten die Läufer allerdings auf der gesamten Strecke wunderschöne Ausblicke genießen – den schneebedeckten Großglockner immer im Blick.